Ulm Tag der offenen Tür im Neubau der SWU

JÜRGEN BUCHTA 08.06.2013
Das neue Bürogebäude an der Ecke Karlstraße ist am Freitag während eines Festakts offiziell an die Stadtwerke übergeben worden. Für Samstag, ist von 10 Uhr an ein Tag der offenen Tür angesetzt.

Schlüssel, mit denen Türen auf- und zugesperrt werden, gibt es im neuen Bürokomplex an der Karlstraße 3 (K 3) nicht. Das geschieht dort elektronisch mittels Karten. So hat Peter Buck, Geschäftsführer der IVU Immobilien-Verwaltungsgesellschaft Ulm, die das Center finanziert und die Arbeiten organisiert hat, gestern während der Übergabe des Trakts an ihre Nutzer auch keinen Schlüssel parat. Er überreichte dem OB - Ivo Gönner ist Vorsitzender des Stadtwerke (SWU) Aufsichtsrats - und SWU-Chef Matthias Berz eine Torte, auf deren Oberseite der Neubau plastisch abgebildet war.

Wie in unserer gestrigen Ausgabe ausführlich berichtet, verfügt der fünfstöckige Gebäudekomplex über 16 000 Quadratmeter Nutzfläche; seit März gehört er der Versorgungsanstalt für Ärzte. Die SWU haben ihn auf 20 Jahre gemietet; 200 ihrer Mitarbeiter sind dort schon eingezogen. Weitere Flächen haben der Ebner Verlag und EQ Zert, ein Zertifizierungsinstitut der Steinbeis-Stiftung gemietet. Zwei Flächen - eine ist 600, die andere 230 Quadratmeter groß - stehen noch leer.

Berz skizzierte in seiner Rede die Entwicklung, die zum Bau des vom Büro Nething geplanten und von der Arbeitsgemeinschaft Reisch/Schmid realisierten Trakts geführt hat. Bevor die Zusammenführung verschiedener SWU-Abteilungen im K 3 und im gegenüberliegenden SWU-Glaspalast sich wie erwartet voll auf die Arbeitseffizienz auswirken, müssten noch Teile des Glaspalasts renoviert werden.

Buck erwartet, dass die Mehrkosten in Höhe von 8 bis 10 Prozent für die ökologische wie auch für die modernste technische Ausstattung des Bürokomplexes sich dauerhaft wohltuend bei den Unterhalts- und Betriebskosten bemerkbar machen. So dass die Lebenszykluskosten der Immobilie wesentlich günstiger ausfallen, als hätte man auf diese Zusatzinvestitionen verzichtet.

Gönner kritisiert die sprunghaften und in sich widersprüchlichen Entscheidungen der Bundes bei seiner Energie-Politik, in deren Folge auch die SWU schwere Zeiten erleben. Der OB hofft zwar, dass sich die Rahmenbedingungen in zwei bis fünf Jahren dahin ändern, dass Energieunternehmen, die viel in modernste Technik investiert haben, wieder auf die Beine kommen. Bis es so weit ist, sieht er die Gesellschafter der SWU, die Städte Ulm und Neu-Ulm, noch mit ein oder zwei Kapitalerhöhungen für ihre Stadtwerke in der Pflicht.

Technische Details zum Bauwerk