Seit Mitte März war im DING-Gebiet ein Erwerb von Fahrscheinen beim Busfahrer nicht mehr möglich. Aus Infektionsschutzgründen musste der Ein- und Ausstieg an den Vordertüren bis auf weiteres ausgesetzt werden, um das ÖPNV-Angebot aufrechtzuerhalten.
Mittlerweile konnten zahlreiche Verkehrsunternehmen im Donau-Iller-Nahverkehrsverbund (DING) Trennwände oder Folien beschaffen und werden deshalb den Ein- und Ausstieg an der Fahrertür und den Verkauf von Fahrscheinen ab Montag, 18.5. anbieten (einzelne Unternehmen haben damit bereits auch schon begonnen). Dies gab das Unternehmen in einer Pressemitteilung am Donnerstag bekannt.
Auf Anfrage erklärte DING-Sprecher Markus Zimmermann, dass über die Hälfte der im Verbund organisierten Unternehmen ab dem 18. Mai den Fahrkartenverkauf beim Fahrer ermöglichen wollen.
Die SWU in Ulm zieht mit dem Fahrkartenverkauf im Bus erst später nach.

Fahrkartenverkauf durch Busfahrer in Ulm ab dem 8. Juni wieder möglich

Wie die SWU auf Nachfrage mitteilt, ist es ab dem 8. Juni 2020 wieder möglich, in Ulmer Linienbussen Fahrscheine zu kaufen.
Aktuell laufen die Vorbereitungen. Denn die Bedingung für einen Fahrkartenverkauf im Bus seien Trennwände, die in allen Bussen an den Fahrerkabinen angebracht werden müssen. Laut SWU lasse sich so das Ansteckungsrisiko beim Kauf und Bezahlvorgang verringern. Aktuell werden die Busse noch mit den entsprechenden Vorrichtungen ausgestattet. Es sind noch nahezu 60 Busse mit Trennwänden zu versehen.
In den SWU-Straßenbahnen sind grundsätzlich Fahrkarten nur am Automaten erhältlich, welche im Wageninneren zu finden sind. Ein Verkauf der Fahrkarten durch Tram-Fahrer ist nicht möglich.

So erkennst du, ob du deine Fahrkarte beim Fahrer kaufen kannst

Nicht überall im DING-Gebiet kann ab dem 18. Mai die Fahrkarte beim Fahrer gekauft werden. Doch wie erkennt man überhaupt ob ein Fahrkartenverkauf im Bus erlaubt ist?
„Da die Fahrgeldeinnahmen in den letzten Wochen dramatisch eingebrochen sind, ist es für die Busunternehmen ein wichtiger Schritt, dass die Fahrer nun wieder Tickets verkaufen können“, betont DING-Geschäftsführer Thomas Mügge, und informiert: „Ob ein Fahrscheinerwerb beim Fahrer möglich ist, erkennt ein Fahrgast am besten an der vorderen Tür: Öffnet sie sich an der Haltestelle, kann man einsteigen und beim Fahrer einen Fahrschein erwerben.“
Was tun, wenn die Tür geschlossen bleibt und kein Fahrscheinautomat zur Stelle ist? „Dann können Fahrgäste das HandyTicket nutzen, sich am Ziel der Fahrt an einem Fahrscheinautomaten bedienen oder sich eine Notiz machen und die Fahrten dann abrechnen, wenn der Fahrerverkauf wieder möglich ist“, rät DING-Marketingleiter Markus Zimmermann.
Die Wahrscheinlichkeit, sich durch Kontaktübertragung an Geldscheinen oder Münzen zu infizieren, wird generell als gering eingeschätzt. Unter Beachtung der Hygieneregeln (Hände waschen, nicht ins Gesicht fassen) ist der Umgang mit Bargeld auch ohne Handschuhe möglich