Ulm SWU-Betriebshof: Grünes Licht für Umbau

Ulm / JÜRGEN BUCHTA 01.03.2014
Bevor die neue Straßenbahnlinie in Betrieb geht, müssen die SWU ihren Betriebshof umbauen. Dafür wurde jetzt grünes Licht gegeben.

. Zurzeit stehen den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm (SWU) 10 Straßenbahnen und 63 Busse zum Betrieb des öffentlichen Personen-Nahverkehrs in Ulm und Neu-Ulm zur Verfügung. Sobald die Linie 2 - die Straßenbahn vom Kuhberg über den Hauptbahnhof zum Eselsberg - fahren wird, wird sich die Zusammensetzung der Fahrzeugflotte deutlich ändern. Dann benötigen die SWU 22 Trambahnen; aber nur noch 49 Busse.

Abgestellt, gewartet und repariert werden die Fahrzeuge im Betriebshof der SWU an der Bauhoferstraße. Damit das künftig weiterhin möglich ist, muss der Betriebshof entsprechend umgebaut und erweitert werden. Die Pläne dazu haben die SWU dem Regierungspräsidium (RP) Tübingen eingereicht. Das hat am 25. Februar den zur Erweiterung nötigten Planfeststellungsbeschluss erlassen.

Das Vorhaben umfasse verschiedene Baumaßnahmen, heißt es in dem Beschluss. Dabei gehe es insbesondere um den Neubau einer Abstellhalle für Straßenbahnen, die im Norden des Betriebsgeländes bei den Grünanlagen an der Blau vorgesehen ist. Die Abstellplätze für Busse und Autos werden neu geordnet. Dafür wie für den Neubau der Halle werden drei frühere Produktions- beziehungsweise Abnahmehallen der Firma Kässbohrer/EvoBus abgerissen. Die neue Halle wird mit einer Grube und einer Arbeitsbühne ausgestattet, um den Werkstatt-Leuten die Arbeit zu erleichtern. Die Waschanlage wird verlängert. Auf dem Freigelände werden Gleise angepasst und ergänzt. Auf dem südlichen Teil des Betriebshofs wird ein Wende- sowie ein drittes Zufahrtsgleis zur zentralen Werkstatt verlegt. Auch diese Werkstatt wird zur Optimierung der Betriebsabläufe umgebaut werden.

Die Baukosten sind auf 11 Millionen Euro veranschlagt. Der Umbau werde allerdings erst starten, wenn dafür die Förderzusage vorliegt und der Gemeinderat die Bauausführung befürwortet, berichten die SWU. Das Planfeststellungsverfahren für den zu erweiternden Verkehrsbetriebshof war aus dem Gesamtvorhaben ausgekoppelt worden. Die Verfahren zu den Streckenabschnitten zum Kuhberg und zur Wissenschaftsstadt laufen derzeit parallel und sollen im laufenden Jahr abgeschlossen werden.

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