Kundgebung SWR-Studiochef spricht zur Pressefreiheit

Ulm/Neu-Ulm / ate 06.06.2017

Pulse of Europe Eine der Ulmer Stadträtinnen, die bei den vergangenen „Pulse of Europe“-Kundgebungen stets dabei war, ist Gisela Kochs (FWG). So auch an Pfingstsonntag, als sich 250 Fans der europäischen Idee nach einer vierwöchigen Pause trafen. Kochs sieht es so: „Vor zwei Jahren wäre ich nicht auf die Idee gekommen für Europa zu demonstrieren.“ Mittlerweile sieht sie „Werte in Gefahr“ wie die Pressefreiheit.

Redner Über dieses Thema sprachen Ulrich Andelfinger, Leiter des SWR-Studios in Ulm sowie der Journalist Wilhelm Hölkemeier auf dem Petrusplatz. Europa habe vor geraumer Zeit journalistisch noch zu den „schwer vermittelbaren Themen gehört“, meinten beide übereinstimmend. Das habe sich geändert, auch weil die Pressefreiheit in Europa bedroht ist. Andelfinger: „Medien müssen Haltung zeigen.“ In Deutschland sieht Andelfinger die Pressefreiheit nicht bedroht, aber „was wir spüren ist ein großes Misstrauen gegenüber der Presse“, der oft Verschwörungen gemeinsam mit dem Staat unterstellt würden. Dabei „ist Nachfragen unser Job“.

Ursprung, Zuhause und Zukunft Im Anschluss befragte Peter Langer, der mit zur hiesigen „Europafamilie“ zählt (Langer) Dr. Halit Ünver, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Uni Ulm. Er sagt über sich: „Mein Ursprung ist die Türkei, mein Zuhause Deutschland, die Zukunft ist Europa.“ Ünver ist Vorsitzender des Kreisverbandes Donau-Riess der Europa-Union. Auf die Frage, warum sich Ünver dort engagiert, sagte er: „So lange Dinge auf lokaler Ebene nicht in Gang gebracht wurden, geht es nicht global.“

Die nächste „Pulse of Europe“-Kundgebung ist am Sonntag, 2. Juli, 18 Uhr, Ulmer Marktplatz. Dann werden der Musiker Jo Kraus und die Sängerin Maria Rosendorfsky die Europahymne anstimmen und erklären, was ihnen Europa bedeutet.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel