Ulm Sven Dethlefs verlässt Ratiopharm - Markus Leyck Dieken folgt nach

Ulm / KÖ, HUT 27.08.2013
Er hat das Engagement von Ratiopharm im Basketball ausgebaut: Teva-Manager Sven Dethlefs geht nach Israel. Nachfolger ist Markus Leyck Dieken.

Überraschender Wechsel an der Spitze der Ratiopharm-Mutter Teva Deutschland: Geschäftsführer Dr. Sven Dethlefs wechselt in die Teva-Zentrale nach Israel und übernimmt dort die Verantwortung für die weltweite Produktion von Arzneimitteln des Pharma-Konzerns. Dethlefs hatte 2010 die Übernahme des Ulmer Herstellers von Nachahmermedikamenten (Generika) Ratiopharm durch Teva begleitet. Die Familie Merckle hatte das Unternehmen damals im Zuge einer finanziellen Krise verkaufen müssen.

Dethlefs gehört auch der Geschäftsführung von Ratiopharm an und hat sich seit dem Wechsel von Teva an den Standort Ulm einen guten Namen gemacht - vor allem durch Investitionen wie zuletzt in die neue Sterilproduktion für Nasensprays im Werk Blaubeuren-Weiler. Investitionssumme: 30 Millionen Euro. In der Öffentlichkeit kam Dethlefs auch gut an, weil er das Engagement für die Bundesliga-Basketballer weiterführte und ausbaute. Ratiopharm hat im Frühjahr als Sponsor bis 2016 verlängert. Die Generika-Marke ist außerdem Namensgeber der 2011 eröffneten Multifunktionshalle in Neu-Ulm.

"Für uns ist es natürlich traurig, wenn ein solcher Förderer und Unterstützer wie Dr. Dethlefs Ulm verlässt. Er ist Feuer und Flamme für Basketball." Dr. Thomas Stoll, Sportmanager von Rathiopharm Ulm, hofft nun, dass Dethlefs Nachfolger Dr. Markus Leyck Dieken - wie Stoll Mediziner - ähnlichen Enthusiasmus für die Sportart entwickelt, wie sie schon Dethlefs Vorgänger Oliver Windholz und Ludwig Merckle an den Tag gelegt hatten. Dethlefs Begeisterung ging so weit, dass er die Teva-Führungskräfte zum Basketball in die Arena einlud und dies mit einem Boardtreffen verband.

Dethlefs zieht mit seiner Familie nach Israel. Er hat sich in einem Brief an die Mitarbeiter bereist verabschiedet. Sein Nachfolger ist seit Januar bei Teva Deutschland am Standort Berlin für innovative Medikamente zuständig. Leyck Dieken war zuvor in etlichen Management-Positionen in der Pharmabranche tätig, darunter bei Novartis und Novo Nordisk. Am Standort Ulm/Blaubeuren wird er Chef von 2600 Mitarbeitern, zudem 100 in Berlin; dazu kommt der Außendienst mit 400 Beschäftigten.

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