Kreis Neu-Ulm Super Abi-Jahgang im Kreis Neu-Ulm

Kreis Neu-Ulm / UTE GALLBRONNER 14.07.2016
An den Gymnasien im Landkreis Neu-Ulm haben die Abiturienten hervorragend abgeschnitten. Das Einser-Abitur ist keine Ausnahme mehr.

Zufrieden schauen die Schulleiter der Gymnasien im Landkreis Neu-Ulm auf die Abiturienten, die jetzt verabschiedet worden sind. „Es war der besten Jahrgang, den wir je hatten“, sagt Ralf Schabel, Schulleiter des Illertal-Gymnasiums in Vöhringen-Illerzell. Dieselbe Aussage kommt vom Kolleg in Illertissen – nie war der Notenschnitt besser.

Im Neu-Ulmer Stadtteil Pfuhl haben 84 Schüler das Abitur bestanden, 29 davon hatten eine Eins vor dem Komma. Patricia Miller und Anna-Lena Bucher schafften den Traumschnitt von 1,0 ebenso wie Sandro Paetzold in Vöhringen sowie Franziska Schrade in Illertissen. Am Kolleg der Schulbrüder war es der beste G8-Jahrgang mit einem Schnitt von 2,19. Ein ähnliches Bild in  Weißenhorn: 70 Abiturienten, 29 mit der Eins, am Nikolaus-Kopernikus-Gymnasium gab’s einen Schnitt von 2,13.

Da drängt sich die Frage auf: Ist das Abitur leichter geworden oder die Schüler klüger? „Der Vergleich mit den G9-Schülern ist etwas unfair“, sagt Schabel. Heutzutage müsse weniger schriftlich, mehr mündlich gemacht werden. Darin seien viele eben sehr gut gewesen.

Mark Lörz, stellvertetender Schulleiter am NKG, lobt die „hervorragende Arbeitseinstellung“ beim Gros der Absolventen: „Viele haben  sich reingehängt.“ Deshalb seien die sehr guten Noten kein Anzeichen eines gesunkenen Anspruchs. Auffallend war, dass sehr viele ins Mündliche gegangen sind.

Nicht, weil sie durchzufallen drohten, „sondern weil sie die Chance gesehen haben, ihren Schnitt noch um ein Zehntel zu verbessern“, sagt Schabel. In Illerzell habe man zwar in den vorherigen Jahrgängen mehr Einser-Schnitte gehabt, dafür aber auch mehr, die es gerade noch geschafft haben. Das seien in diesem Jahr nur ganz wenige. Ebenso wie diejenigen, die das Reifezeugnis gar nicht bekommen haben.

Eine weitere Tendenz haben die Schulleiter ausgemacht: Die Fluchtbestrebungen in Richtung Baden-Württemberg nach der 9. oder 10. Klasse haben sich abgeschwächt.

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