Ulm Südwest-SPD setzt Hilde Mattheis auf Platz vier

Hilde Mattheis
Hilde Mattheis © Foto: Matthias Kessler
CHRISTOPH MAYER 03.03.2013
Bestens platziert zieht Hilde Mattheis für die SPD in die Bundestagswahl. Ihre Forderung, Stuttgart 21 neu zu diskutieren, fand aber keine Mehrheit.

Auf Platz vier der SPD-Landesliste zieht die Ulmer Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis in die Bundestagswahl am 22. September – womit ihr erneuter Einzug ins Berliner Parlament als gesichert gilt.

Die Südwest-Genossen wählten die südwürttembergische Bezirkschefin auf ihrem Listenparteitag am Samstag in Heilbronn auf diesen aussichtsreichen Platz, wobei Mattheis mit 76,9 Prozent der Delegiertenstimmen schlechter abschnitt als die übrigen vorderen Listenkandidaten. Zum Vergleich: Die Erst- und Zweitplatzierten Gernot Erler und Katja Mast holten 97,7 beziehungsweise 85,4 Prozent.

„Ich bin hochzufrieden mit diesem Ergebnis. Es ist mein bisher bestes,“ sagte die 58-Jährige am Sonntag auf Anfrage. Schließlich sei sie als bekennende Parteilinke und „Polarisiererin“ schlechtere Resultate gewöhnt.


Polarisiert hatte Mattheis auch in der Stuttgart-21-Debatte am Samstagabend. So hatte sie in ihrer Rede unter anderem gefordert, ihre Partei müsse sich aufgrund der Kostenexplosion des Bahnprojekts neu positionieren. Es sei anzunehmen, dass die jetzt veranschlagten 6,8 Milliarden Euro nicht das Ende der Fahnenstange seien. Sie bitte darum, Stuttgart 21 „ohne Schaum vor dem Mund“ zu diskutieren. Nach einer kontroversen Diskussion verabschiedete der Parteitag dann eine Resolution des Landesvorstands, in dem eine Ausstiegsdiskussion abgelehnt wird.

Die SPD komme nicht umhin, die neuesten Erkenntnisse zu S 21 in die Debatte miteinzubeziehen, sagte Mattheis gegenüber der SÜDWEST PRESSE: „Wir möchten nicht, dass die für Ulm so wichtige Schnellbahntrasse wegen des Stuttgarter Tiefbahnhofs fällt.“

Bei der vergangenen Bundestagswahl war Mattheis auf Platz fünf der Landesliste gesetzt. Derzeit ist die Südwest-SPD mit 15 Abgeordneten im Deutschen Bundestag vertreten.

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