Ulm Sturz vom Rad: OB-Kandidatin mit gebrochenem Arm in Klinik

Noch drei, vier Tage im Krankenhaus: Birgit Schäfer-Oelmayer.
Noch drei, vier Tage im Krankenhaus: Birgit Schäfer-Oelmayer. © Foto: Kessler/Die Grünen
Ulm / HANS-ULI THIERER 04.09.2015
Sturz vom Fahrrad mit schwereren Folgen: Mit dem Handicap eines gebrochenen Oberarmes geht Birgit Schäfer-Oelmayer in den OB-Wahlkampf.

Die gute Nachricht vorneweg: Birgit Schäfer-Oelmayer hat bei allem Pech eine Menge Glück gehabt. Sie hat sich beim Sturz von ihrem E-Bike am Dienstagabend „fünf Meter vor der Haustür“ zwar einen Dreifachbruch des Oberarms zugezogen. Weil sie einen Fahrradhelm trug, blieb sie aber – abgesehen von Schürfwunden am Knie – von weiteren Verletzungen verschont. „Die OP im Bundeswehrkrankenhaus ist auch optimal verlaufen. Ich habe bereits meine erste Physio hinter mir und kann die Klinik wohl am Sonntag oder Montag verlassen“, sagte die Grünen-Stadträtin und OB-Kandidatin am Donnerstag am Telefon.

Was ist passiert? Schäfer-Oelmayer, die passionierte Radfahrerin, kam am Dienstagabend nach Hause. Es regnete. Auf der abschüssigen Grundstückszufahrt am Eselsberg war es regenbedingt seifenschmierig. „Dann spürte ich mich bloß noch stürzen, ich lag auf dem Bauch – und hatte Schmerzen im Arm.“ Ihr Mann Thomas vernahm drinnen im Haus einen dumpfen Knall. „Ich dachte erst, der Nachbar habe sein Garagentor gerammt.“ Dem war nicht so, stattdessen fand er seine gestürzte und verletzte Ehefrau vor. Die Stadträtin ist sicher, dass nur der Helm Verletzungen im Gesicht und am Kopf verhindert hat. Einer der Söhne brachte die Mutter ins BWK, wo Schäfer-Oelmayer gleich am nächsten Morgen auf dem OP-Tisch landete.

„Für den Wahlkampf ist das natürlich alles andere als optimal“, sagt sie. Die OB-Bewerberin darf aber sicher sein, dass die Familie sie in den kommenden Wochen bis zur vollständigen Genesung unterstützen wird. Thomas Oelmayer: „Wir wissen schon, was zu tun ist.“

Busse und Tram kostenlos?

Nahverkehr Sturz vom Rad mit Verletzungen hin oder her, das politische Geschäft geht weiter. Wegen der zahlreichen Baustellen und vor allem der Belastungen, die durch den Bau der Sedelhöfe auf die Ulmer Bevölkerung zukommen, regt Birgit Schäfer-Oelmayer an, Busse und Straßenbahnen an Samstagen und in der Vorweihnachtszeit kostenlos anzubieten. "Es gilt, die Stadt belebt zu halten und weitere Anreize für den Umstieg auf den ÖPNV zu schaffen", heißt es in einer Pressemitteilung der OB-Kandidatin der Grünen. Allein der Bau der Sedelhöfe bringe 500 Lkw-Fahrten pro Woche, weshalb spätestens mit Baubeginn etwas gegen den Verkehrskollaps unternommen werden müsse.

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