Ulm Streik: OP-Betrieb in Uni-Klinik Ulm lahmgelegt

SWP 10.04.2014
Rund 250 Beschäftigte des Universitätsklinikums Ulm sind am Mittwoch dem Warnstreikaufruf der Gewerkschaft Verdi gefolgt und haben für mehrere Stunden die Arbeit niedergelegt. Betroffen war vor allem der OP-Bereich.

"Einige Operationen mussten wegen des fehlenden Personals verschoben werden", sagte Jörg Portius, Pressesprecher des Uni-Klinikums Ulm, auf Anfrage. Das Klinikum habe "alles getan", sagte Portius, um die Auswirkungen des Streiks auf die Patienten so gering wie möglich zu halten.

Die Streikenden fordern eine Lohnerhöhung um einen Sockelbetrag von 120 Euro und zusätzlich drei Prozent. Für alle Beschäftigen einschließlich der Auszubildenden soll es einheitlich 30 Tage Jahresurlaub geben. Für die Auszubildenden fordert die Jugendtarifkommission 90 Euro Festbetrag pro Monat, ferner sollen sie übernommen werden, sagte der Stuttgarter Gewerkschaftssekretär Jan Garbe unter dem Beifall der Streikenden. In der ersten Verhandlungsrunde hatten die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt, die zweite Verhandlungsrunde ist für den 15. April anberaumt.