Ulm Streik im öffentlichen Dienst in Ulm: Keine Knöllchen am Donnerstagmittag

Ulm / SWP 25.03.2014
Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten im öffentlichen Dienst zu weiteren Warnstreiks aufgerufen. In Ulm streiken am Mittwoch bereits die Fahrer des öffentlichen Nahverkehrs, am Donnerstag soll der Streik ausgeweitet werden. Dann schließen sich auch Beschäftigte in Krankenhäusern, Kindertagesstätten, Verwaltungen und weiteren städtischen Betrieben dem Streik an. Aktualisiert um 17.20 Uhr
Mit einer zweiten Warnstreikwelle nach den Streiks in der vergangenen Woche wollen die Beschäftigten im öffentlichen Dienst die laufenden Tarifverhandlungen beeinflussen. Maria Winkler, die Geschäftsführerin des Bezirks Ostwürttemberg-Ulm der Gewerkschaft Verdi, kritisiert, dass die öffentlichen Arbeitgeber auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein Angebot beim Entgelt vorgelegt haben und will so den Druck erhöhen, in der dritten Verhandlungsrunde am 31. März ein ernsthaftes Angebot vorzulegen.

Mittwoch
Die Fahrer des öffentlichen Personennahverkehrs in Ulm und der Region sind dazu aufgerufen, am Mittwoch an einem bundesweiten, ganztägigen Streiktag teilzunehmen. 

Eine weitere Aktualisierung der SWU gab es um 17.20 Uhr: Regulär fahren weiterhin die Buslinien 11 (Ortsbus Söflingen) und 14 (Kuhberg Schulzentrum – Wiblingen), die private Unternehmen im Auftrag der SWU Verkehr fahren. Auf den übrigen SWU-Linien verkehren Bus und Straßenbahn nur vereinzelt. Zur Stunde kann die SWU Verkehr insgesamt 16 einzelne Fahrten anbieten, verteilt auf unterschiedliche Linien. Die SWU Verkehr geht davon aus, dass der Warnstreik bis Betriebsende gegen 0.30 Uhr anhalten wird. Der SWU Verkehr liegen keine Informationen darüber vor, ob die Streikmaßnahmen am morgigen Donnerstag fortgesetzt werden. 

Um 13.10 Uhr hatte die SWU mitgeteilt, dass derzeit nur die Buslinien 11 (Ortsbus Söflingen) und 14 (Kuhberg Schulzentrum – Wiblingen), die private Unternehmen im Auftrag der SWU Verkehr fahren. Auf den übrigen SWU-Linien verkehren Bus und Straßenbahn nur sehr vereinzelt. Zur Stunde kann die SWU Verkehr insgesamt zwölf einzelne Fahrten anbieten, verteilt auf unterschiedliche Linien. Ein Ende des Warnstreiks ist derzeit nicht abzusehen.

Um 10.20 Uhr hatte die SWU Verkehr am Mittwoch folgendes mitgeteilt. "Die SWU Verkehr wird heute seit Betriebsbeginn gegen 4 Uhr früh bestreikt. Regulär fahren derzeit nur die Buslinien 11 (Ortsbus Söflingen) und 14 (Kuhberg Schulzentrum – Wiblingen), die private Unternehmen im Auftrag der SWU Verkehr fahren. Auf den übrigen SWU-Linien ist der Betrieb durch den Streik nahezu zum Erliegen gekommen. Derzeit kann die SWU Verkehr insgesamt nur sechs einzelne Fahrten anbieten. Ein Ende des Warnstreiks ist derzeit nicht abzusehen."

Donnerstag
Am Mittwochnachmittag hat Maria Winkler eine weitere Erklärung von Verdi herausgegeben, in der die Beschäftigten in Krankenhäusern, Kindertagesstätten, Verwaltungen und vielen anderen Betrieben und Einrichtungen in den Städten Ulm, Neu-Ulm, Aalen, Ellwangen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd zu mehrstündigen Arbeitsniederlegung am Donnerstag aufgerufen werden.

Beschäftigte weiterer öffentlicher Arbeitgeber wie den Stadtwerken Ulm (SWU Versorgungsbereiche), den Entsorgungsbetrieben (EBU), der Kläranlage Steinhäule sollen sich im Laufe des Vormittages dem Warnstreik anschließen. Gegen 10 Uhr werden die Streikenden in vier Demonstrationszügen vom Willy-Brandt-Platz, von der Karlstraße 1, vom Weinhof und vom Rathausplatz Neu-Ulm zum Ulmer Münsterplatz ziehen. Dort ist um 10.45 Uhr eine öffentliche Kundgebung geplant, für die Verdi mit 2000 Teilnehmern rechnet. 

Durch die Arbeitsniederlegung bleiben alle städtischen Kindertagesstätten geschlossen, die Eltern wurden bereits informiert. Den ganzen Tag bleiben der Tiergarten, alle städtischen Recyclinghöfe und Kultureinrichtungen geschlossen. (Ausnahme bildet die Premiere des Ballettabends "In sich - selbst" im Theater Ulm, sie findet wie vorgesehen statt). Es ist auch damit zu rechnen, dass die Erreichbarkeit der öffentlichen Verwaltung stark eingeschränkt sein wird, ebenso wird es zu Verzögerungen bei der Tonnenleerung kommen und auch die Stadtreinigung wird von 10 Uhr an eingestellt. Ab der gleichen Zeit müssen Autofahrer auch nicht mehr mit Knöllchen rechnen und die Geschwindigkeitsüberwachung wird ausfallen.