Das Land hat nun einen Knopf an die Förderung des Straßenbahnausbaus in Ulm gemacht und legt nach Zusage des Bundes 20 Millionen Euro drauf. Die Neubaustrecke der Linie 2 wird also mit rund 85 Millionen Euro von Bund und Land unterstützt. Insgesamt soll die Trasse mit 192 Millionen Euro Investitionen zu Buche schlagen. Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) sagt: "Ich freue mich, dass wir der Stadt Ulm und den Stadtwerken Ulm als Träger dieses wichtigen ÖPNV-Infrastrukturprojekts in der Donaustadt jetzt den Zuwendungsbescheid für die Förderung des Vorhabens ausstellen konnten."

Die neun Kilometer lange Strecke vom Schulzentrum Kuhberg über den Hauptbahnhof zur Wissenschaftsstadt auf dem Eselsberg stelle ein zeitgemäßes Mobilitätskonzept dar, das die kommunalen Ziele weiterer Stadtentwicklung und der Stärkung des Wissenschaftsstandorts unterstütze. 5500 Fahrten mit dem Auto könnten auf den ÖPNV verlagert werden, das heißt, 8300 Fahrgäste mehr pro Tag würden künftig "auf sichere, bequeme und saubere Mobilität setzen".

Die Ulmer Abgeordneten Jürgen Filius (Grüne) und Martin Rivoir (SPD) für den Landtag sowie Hilde Mattheis (SPD) für den Bundestag freuen sich in einer gemeinsamen Mitteilung über die Nachricht: "Dies ist ein guter Tag für Ulm, durch die Förderung von Bund und Land wird der Ausbau der Straßenbahn in Ulm erst möglich. Wir hoffen auf einen baldigen Baubeschluss des Gemeinderats, zügigen Baubeginn und eine unfallfreie Bauzeit". Die Abgeordneten bitten im Übrigen schon mal um Verständnis "für gewisse Verkehrsbehinderungen" während der Bauzeit.

Info
Übers Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz zahlt der Bund bis zu 60 Prozent der förderfähigen Kosten, das Land stellt weitere 20 Prozent parat. Den Rest trägt die Kommune. Die weitere Förderung von ÖPNV-Vorhaben nach dem Gesetz über 2019 hinaus ist nicht geregelt.