Museum Stefanie Dathe ist neue Direktorin des Ulmer Museums

Stefanie Dathe ist neue Museumsdirektorin in Ulm.
Stefanie Dathe ist neue Museumsdirektorin in Ulm. © Foto: Stefan Puchner/dpa
SWP, ABO 13.07.2016
Am heutigen Mittwochnachmittag hat sich nun endlich entschieden, wer das Ulmer Museum künftig leiten wird. Stefanie Dathe ist die neue Direktorin.
Die Stadträte haben gewählt: Stefanie Dathe ist die neue Direktorin des Ulmer Museums. Das ist das Ergebnis der Abstimmung des Ulmer Gemeinderates am heutigen Mittwochabend. 

Die 48-jährige Kunstgeschichtlerin leitet seit 2007 das Museum Villa Rot in Burgrieden-Rot. Stefanie Dathe ist durch ihre Arbeit im Museum Villa Rot in der Region gut bekannt und bestens vernetzt. Nach dem Studium der Kunstgeschichte, Ethnologie und Philosophie in Mainz, Madrid und Bonn hatte sie an der Uni Zürich promoviert und dann als Kuratorin vor allem im süddeutschen Raum (Ravensburg, Biberach) gearbeitet, bevor sie in Burgrieden mit feinen Ausstellungen auf sich aufmerksam machte.

37 Bewerbungen waren bei der Stadt Ulm eingegangen, und dann waren die Findungskommission und die Kulturexperten Dr. Scheytt noch auf weitere interessante Kandidaten zugegangen. Sondierungsgespräche und Verhandlungen zogen sich in die Länge. 

2009 ging Museumsdirektorin Brigitte Reinhardt in den Ruhestand. Danach begann eine unfassbare Geschichte voller Pleiten, Pech und Pannen. Zunächst war mit Thorsten Sadowsky ein qualifizierter Nachfolger für Brigitte Reinhardt gefunden worden, doch der sagte drei Monate vor Amtsantritt überraschend ab. Dann sollte der kommissarische Co-Leiter Martin Mäntele auf den Chefsessel rücken, doch zog der seine Bewerbung kurzfristig wegen Irritationen, seinen Doktortitel betreffend, zurück. Nach einer neuerlichen Ausschreibung wurde schließlich Gabriele Holthuis gewählt, mit ihr sollten Professionalität, Ruhe und Kontinuität im Ulmer Museum einziehen. Was nicht geschah.

Rasch war von internen Querelen zu hören, Holthuis eckte mit ihrem Führungsstil an, Befriedungsmaßnahmen fruchteten nicht. Schließlich holte OB Ivo Gönner den Verwaltungsfachmann Richard Nann aus dem Ruhestand und stellte ihn Holthuis an die Seite. Dennoch kam es im vergangenen November zum Knall: Der Kulturausschuss verweigerte, die Zuschüsse für das Museum zu erhöhen, um damit das Gesamtdefizit abzubauen, das sich auf satte 300.000 Euro summiert hatte. Holthuis wurde zudem vorgehalten, dass es weder in Sachen Museumsumbau noch Depot-Neubau vorangehe. Kurz darauf kündigte sie.