Kommentar Beate Rose zu Verkehrschaos in der Innenstadt Stau im Bau

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Foto: Volkmar Könneke © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / Beate Rose 07.09.2018

Je später der Tag, um so lauter das Hupen und umso dicker die Luft in der Ulmer Innenstadt. Seit gestern waren wegen Bauarbeiten zur Linie 2 Straßen gesperrt und das bekam besonders der abendliche Berufsverkehr ab. Manche Autofahrer hat es hart getroffen, etwa jene, die mit ihren Fahrzeugen über Stunden im Parkhaus Salzstadel festsaßen. Ein Alptraum.

Die Ursachen für den Stillstand liegen auf der Hand: Die Neutorstraße war dicht, die Straße, durch die offenbar ein großer Teil des Feierabendverkehrs auf die Ludwig-Erhard-Brücke stadtauswärts fährt. Einerseits ist klar, dass die Großbaustelle Linie 2 vorankommen muss. Alle wollen das. Andererseits müssen sich Planer und Koordinatoren die Frage gefallen lassen, warum sie ausgerechnet jetzt diese wichtige Straße sperren. Schließlich sind  inzwischen viele Urlauber zurückgekehrt, der Berufsverkehr nimmt im wahrsten Sinne des Wortes wieder Fahrt auf. Ein professionelles Krisenmanagement sollte das auf der Rechnung haben. Der Schwarze Peter geht nicht an die Planer allein. Einzelkämpfer im Auto drängeln, lassen keinen einfädeln, verstopfen Kreuzungen.  Rücksichtslos. Auch deshalb fährt sich Ulm fest.

Heute sollten die Verantwortlichen dringend daran arbeiten, dass uns allen Freitagabend und am Wochenende ein solches Chaos erspart bleibt.

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