Eislaufhalle Marode Dachkonstruktion: Eislaufhalle soll ab Oktober wieder öffnen

Die Eislaufhalle in Neu-Ulm.
Die Eislaufhalle in Neu-Ulm. © Foto: Volkmar Könneke
Neu-Ulm/Ulm / Edwin Ruschitzka 09.08.2017
Die Donaubad GmbH geht davon aus, dass der Betrieb in der Eislaufhalle wie geplant am 1. Oktober beginnen kann.

Gerhard Semler, der Geschäftsführer der Donaubad GmbH, in deren Regie auch die Eislaufhalle in Neu-Ulm geführt wird, geht davon aus, dass diese Halle wie geplant am 1. Oktober in Betrieb gehen kann. „Aktuell besteht keine Gefahr.“ Das hat er unserer Zeitung gegenüber am Dienstag bekräftigt. Wie berichtet, waren Schäden an der Dachkonstruktion festgestellt worden. Feuchtigkeit hatte die Holzbalken angegriffen und zu Fäulnisprozessen an den Leimbindern des Dachtragwerks geführt. Die Halle war gesperrt worden, Gutachter wurden zu Rate gezogen.

Die Standsicherheit war allerdings nicht in Zweifel gezogen worden. Für den Fall, dass es in diesem Winter viel schneit, wurde beschlossen, zusätzliche Stahlstützen einzubauen. Diese Arbeiten, so Semler, seien schon ausgeschrieben worden und würden demnächst beginnen. Parallel dazu sollten Ultraschall- und Röntgenmessungen durchgeführt werden, um das genaue Ausmaß der Schäden festzustellen. Die Ergebnisse, so Semler, sollen spätestens im nächsten Monat vorliegen. Dann werde man wissen, welcher Sanierungsaufwand notwendig werden könnte.

„Aktuell keine Gefahr“

Bei den Eissportvereinen war deshalb die Sorge groß, dass sie mit ihrem Sportbetrieb nicht rechtzeitig anfangen können. Diese Befürchtungen will die Donaubad GmbH nun im persönlichen Gespräch mit den Vereinsverantwortlichen ausräumen. Sie wurden für Donnerstag, 17. August, ins Neu-Ulmer Rathaus eingeladen. Die Vorbereitungen zur rechtzeitigen Eröffnung seien bereits getroffen worden, hieß es in dem Schreiben, das am Dienstag von der Donaubad GmbH verschickt worden ist. Die beiden Geschäftsführer der Donaubad GmbH, Gerhard Semler und Ralph Seiffert, wollen die aktuelle Sachlage mit den Vereinen diskutieren. Außerdem soll es um die Planung für die anstehende Eislaufsaison gehen. Wie in den Jahren zuvor sollen Trainingszeiten, Kabinenbelegung und Wettkampftermine abgesprochen werden.

Einem Wunsch der Eissportvereine werden die Städte Ulm und Neu-Ulm und die Donaubad GmbH allerdings nicht nachkommen. Die Eislaufhalle wird nicht vor dem 1. Oktober öffnen. Vereine hatten das gefordert, um dort früher in den Trainingsbetrieb einsteigen zu können. Das sei unter ökonomischer und ökologischer Sicht einfach nicht möglich, sagte Semler. Dass etwa schon im August oder September das Eis zubereitet wird, schloss Semler am Dienstag kategorisch aus. Sollte früheres Training notwendig sei, müssten sich die Vereine eben woanders einmieten.