Sedelhöfe Stadtverwaltung: Knackpunkte für Sedelhöfe entschärft

Archivbild vom Geländer der "Sedelhöfe" vom Oktober 2013. Die Stadt sieht die Probleme mit Sport Sohn (weißes Gebäude im Hintergrund) als gelöst an.
Archivbild vom Geländer der "Sedelhöfe" vom Oktober 2013. Die Stadt sieht die Probleme mit Sport Sohn (weißes Gebäude im Hintergrund) als gelöst an. © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / JAKOB RESCH 09.04.2014
Die Ulmer Stadtverwaltung hat an zwei strittigen Punkten zu den Sedelhöfen nachgearbeitet. Das Projekt geht in die nächste Planungsrunde.

60 Seiten Einwendungen gab es über die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung zum Projekt des Einkaufsquartiers Sedelhöfe. 6 Themengruppen haben die Stadtplaner daraus zusammengefasst. Für zwei Probleme haben sie im Bauausschuss am Dienstag Lösungsansätze vorgestellt. Es sind die allseits bekannten des Zugangs vom Bahnhof her und der Andienung von Sport Sohn. Die Stadträte waren einverstanden, nun wird der Bebauungsplan ausgelegt, ein wichtiger Schritt, damit zum Jahresende ein Haken an die Sache gemacht und losgelegt werden kann. "Nach sieben Jahren Vorbereitung sind wir so weit, anstehende Probleme geordnet und Antworten darauf gefunden zu haben", sagte Chef-Stadtplaner Volker Jescheck. Und hier die beiden Antworten:

Zugang: Der Zugang von der Bahnhofsunterführung in die Innenstadt soll in mehreren Schritten verbessert werden. Zuerst wird die Treppe nach Süden aufgeweitet bis zum Grundstück Bahnhofplatz 7, das nicht zum Projektareal gehört. Mit dessen Eigentümern verhandelt die Stadt außerdem, den Aufgang zum aufgelassenen Graben der Blau hin zu erweitern. Dabei geht es ums Wegerecht. Der dritte Schritt wäre, dieses Grundstück über weitere Verhandlungen grundsätzlich neu zu überplanen. Jescheck: "Wir verbauen uns an dieser Stelle nichts."

Andienung: Für Sport Sohn wird auf der Sedelhof-Seite Raum zur Andienung ausgespart. Wie Jescheck sagt, würden von diesem zweiten Zugang zum Geschäft in der Sedelhofgasse auch die Sedelhöfe selbst profitieren. Die Idee dafür läuft unter dem Stichwort "Schaufensterandienung". Die Tore sind als Schaufenster konzipiert und öffnen sich nur für Ein- und Ausfahrten.

Einspruch lösen auch befürchtete Nachteile für die Bahnhofstraße aus, das Abtreten öffentlichen Raumes, der Verkaufsflächenzuwachs und die Art der Bürgerbeteiligung. Die Stadt sieht durchweg keinen Anlass dafür. Als einzige stimmte Annette Weinreich gegen die Auslegung. Sie dokumentiert damit die gespaltene Haltung in der Grünen-Fraktion. Sie will die Sedelhöfe planerisch in ein Paket mit dem Bahnhofplatz eingebunden wissen, für den am Freitag der Realisierungswettbewerb entschieden wird.