Der Konflikt um einen erst vor wenigen Tagen eröffneten Kinder-Erlebnispark namens „Trampopolis“ in den Loft-Gebäuden neben dem Ulmer Stadtregal schwelt seit Monaten. Mehrere Anwohner hatten im Sommer dagegen geklagt. Für sie steht das Vorhaben im Widerspruch zum Charakter des Stadtregals, weshalb die von der Stadt erteilte Baugenehmigung nicht rechtens sei.

Betrieb des Kinder-Funparks neben dem Stadtregal Ulm ist unzulässig

Per Eilentscheidung hat das Verwaltungsgericht Sigmaringen den Klägern jetzt recht gegeben.  In einer 21-seitigen Begründung stufen die Richter die von der Stadt Ulm erteilte Baugenehmigung für den Funpark als „mit überwiegender Wahrscheinlichkeit rechtswidrig“ ein. Fürs Erste ist der Betrieb damit unzulässig.

Die Begründung der Richter stützt sich im Wesentlichen darauf, dass im Bebauungsplan „Vergnügungsstätten“ ausgeschlossen sind. Dass es sich bei einem Trampolin- und Spielepark um eine Vergnügungsstätte handelt, sei für das Gericht ausgemacht, sagt Albrecht Mors, Pressesprecher des Verwaltungsgerichts.

Betreiber wollen Beschluss nicht akzeptieren

Die Betreiber selbst wollen den Eilbeschluss allerdings nicht akzeptieren. „Wir haben bereits Kundschaft und mehrere angemeldete Geburtstagspartys“, sagt Geschäftsführerin Kathrin Poschin. „Wir machen weiter.“ Sie und ihre zehn Mitarbeiter täten schließlich nichts Verbotenes, bindend sei für sie lediglich die vom 20. Dezember datierende Erlaubnis der Stadt Ulm, Trampopolis zu eröffnen.