Vereine Stadträte für Sanierung des Forsthauses

Ulm / Chirin Kolb 03.12.2018

Wenn drei sich einig sind, wird es eng für die Stadtverwaltung. Die Fraktionen von SPD, FWG und CDU haben bei den Haushaltsberatungen so lange insistiert, bis OB Gunter Czisch einlenkte und zusagte, einen neuen Vorschlag zur Sanierung des Söflinger Forsthauses zu machen. Die Fraktionen hatten in einem gemeinsamen Antrag gefordert, die Sanierung des historischen Gebäudes am Klosterhof, das Vereine nutzen, vorzuziehen – „reinschieben“, wie es Reinhold Eichhorn (FWG) in der Sitzung des Hauptausschusses nannte. Und zwar, ohne eine andere Baumaßnahme zu verschieben.

Die Verwaltung zeigte sich widerspenstig. Wer eine Sanierung vorziehen wolle, müsse sagen, was dafür verschoben werden soll, sagte Baubürgermeister Tim von Winning. „Ich kann meinem Mitarbeiter, der um 19 Uhr das Büro verlässt, nicht sagen, er soll bis 22 Uhr bleiben und das noch reinschieben.“

Doch Thomas Kienle (CDU) und Martin Ansbacher (SPD) argumentierten wie Eichhorn – die Mehrheit stand. Ansbacher ist zuversichtlich: „Das kriegen wir auch noch hin.“ Kienle bezeichnete es als „heroischen Akt“, das vor sich hin schimmelnde Gebäude überhaupt noch zu betreten. Die Sanierung des Forsthauses sei ein endloses Thema: „Wir müssen mal liefern!“ Der Abstimmung, die Kienle wollte, kam der OB zuvor mit der Ankündigung, einen neuen Vorschlag vorlegen zu wollen.

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