Neu-Ulm Stadträte finden Bebauung spitze

Neu-Ulm / EDWIN RUSCHITZKA 28.06.2012
Die Neu-Ulmer Stadträte sind begeistert, wie sich die westliche Innenstadt entwickelt. Den Konzertsaal- und Braunareal-Plänen wurde zugestimmt.

Es ist das ganze Areal zwischen der Krankenhaus-, Silcher- und Luitpoldstraße in der westlichen Neu-Ulmer Innenstadt, das in den nächsten Jahren sein Gesicht deutlich verändern wird. Wie mehrfach berichtet, wird die Kunze-Immobilien aus Langenau den Konzertsaal abbrechen und das Grundstück neu bebauen. Dabei entstehen 41 Eigentumswohnungen und ein Café. Gleich daneben wird die Baugenossenschaft Neu-Ulm fast zur gleichen Zeit in insgesamt drei Bauabschnitten drei Wohnblocks mit 48 Eigentums- beziehungsweise Mietwohnungen hochziehen.

Die Stadträte im Ausschuss für Stadtentwicklung, Hochbau und Umwelt mussten den Planungen zustimmen, was sie auch einstimmig taten. Und sie nutzen die Gunst der Stunde, ordentlich Lob an die Adresse der Bauherren und Architekten zu verteilen. Den neuen Konzertsaal haben die h4a-Architekten des Stuttgarter Büros Gessert und Randecker entworfen, die Braunareal-Bebauung hat sich das Ulmer Büro Mühlich, Fink & Partner ausgedacht. Beide Vorhaben waren einem Plangutachten und einem Wettbewerb unterworfen, an denen sich auch die Stadt beteiligt hatte.

"Was für eine Chance für dieses Areal", lobpreiste Christa Wanke (CSU) die Planungen. Und für Ulrich Seitz (SPD) dürfte "der Abgesang auf den alten Konzertsaal jetzt eine Ende haben". Nur Rainer Juchheim vom den Grünen weinte dem alten Konzertsaal eine kleine Träne nach: "Jetzt müssen wir das Beste draus machen." Er forderte die Stadt dazu auf, darauf zu achten, "dass die Innenstadt kein Luxusviertel wird". Womit er prompt den Widerspruch von OB Gerold Noerenberg erntete: "Wichtig ist, dass wir eine qualitätsvolle Wohnbebauung in der Innenstadt bekommen."

Zwischen dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Karl-Martin Wöhner und dem OB entwickelte sich ein kleines Wortgefecht: Auch Wöhner lobte die Veränderung in der westlichen Innenstadt. Was Noerenberg auf sich bezog: "Danke für das Lob." Aber Wohner konterte: "Nein, ein Dank an den Stadtrat und an ihre Vorgängerin." Sprachs und erntete dafür Lacher und ein verstecktes Grinsen auch in den CSU-Reihen.

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