Ulm Stadt und Polizei warnen vor dreisten Bettelbanden

Im Schatten der glitzernden Einkaufshäuser sitzen Bettler auch in der Ulmer Innenstadt und betteln um eine milde Gabe, die sie allerdings meist vollständig an skrupellose Hintermänner abführen müssen.
Im Schatten der glitzernden Einkaufshäuser sitzen Bettler auch in der Ulmer Innenstadt und betteln um eine milde Gabe, die sie allerdings meist vollständig an skrupellose Hintermänner abführen müssen. © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / swp 05.11.2018
Zur Schau gestellte Gebrechen und ein ärmliches Auftreten: Mit solchen Mitteln versuchen professionelle Bettelbanden zur Zeit in Ulm Geld zu erbeuten.

Die Polizei und die Stadt Ulm rufen in einer Pressemitteilung gemeinsam zu einer gesunden Skepsis auf und raten zur Vorsicht.

Geld geht an Clanchefs

Von Hintermännern wird den Bettlern laut Polizei das gesammelte Geld regelmäßig abgenommen. Die Bettler erhielten lediglich Essen, Trinken und einen Schlafplatz. Konkret: Umso mehr Geld ein Bettler abliefert, umso geringer ist seine Chance, aus diesem Kreislauf wieder heraus zu kommen.

Das Problem ist nicht neu, immer wieder machen Bettelbanden in der Stadt Probleme:

Polizei und Ordnungsamt schreiten ein

In Ulm erteilen Polizei sowie das Ordnungsamt regelmäßig Platzverweise an Bettelnde. Hin und wieder wird auch das erbettelte Geld beschlagnahmt – ein Vorgehen, das zuweilen bei Passanten auf Unverständnis stößt. Rainer Türke von den Bürgerdiensten der Stadt hält dem entgegen: „Von diesen Spenden profitieren die Bettelnden nicht. Im Gegenteil: Man verstärkt durch solche Spenden noch deren Abhängigkeit und unterstützt ein System, das gerade die Ärmsten ausbeutet."

Richtig spenden

Wer gezielt helfen und spenden möchte, kann sich beim Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) über anerkannte und förderungswürdige Organisationen informieren.

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