Ulm Stadt kann Maistransporter nicht umleiten

Ulm / CST 03.09.2013

Die nächste Maisernte kommt bald. Deshalb hat Dorothee Kühne, die Vorsitzende der SPD-Rathausfraktion, bei der städtischen Abteilung Verkehrsplanung angefragt, ob man die Maistransporter zur Biogasanlage nach Unterweiler nicht umleiten könne. Hintergrund sind jedes Jahr Klagen von Anwohnern, wenn die großen lauten Traktoren mit den hohen Ladewagen in der Erntezeit bis spät in die Nacht durch die Ortschaften fahren.

Die SPD-Stadträtin fragt in ihrem Schreiben mit Kopie an Oberbürgermeister Ivo Gönner, ob eine Absprache möglich wäre, dass die Transporter aus nordöstlicher Richtung etwa über die Bundesstraße 30 umgeleitet werden. Es gebe keinen Grund, "durch den Ortskern von Wiblingen zu donnern, wenn man aus Richtung Neu-Ulm kommt".

Dazu sagt Gebhard Freitag, Verkehrsingenieur bei der städtischen Verkehrsplanung: "Diese Fahrzeuge dürfen gar nicht auf der B 30 fahren." Ansonsten seien sie Verkehrsteilnehmer wie jeder andere auch und dürfen auf allen Straßen fahren. Überdies seien sie als landwirtschaftliche Fahrzeuge in der Erntezeit sogar vom Sonntagsfahrverbot ausgenommen. Die Wiblinger Ortsdurchfahrt für Maistransporter zu sperren, würde das Problem nur verlagern. Freitag kann die Anwohner zwar gut verstehen, "aber die Stadt kann nicht viel tun." Höchstens die Geschwindigkeit und die Gespanne kontrollieren.