Ulm / Uwe Keuerleber Nach Verwirrungen um Festnahmen von Terrorverdächtigen in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg bringt die Staatsanwaltschaft jetzt Licht ins Dunkel.

Die Aussagen zur Festnahme eines Terrorverdächtigen in Ulm hat am Wochenende für Verwirrungen gesorgt. Nach der rasanten Fahrt eines 19-jährigen Tadschiken durch die Essener Innenstadt, wurde ein Anti-Terror-Einsatz ausgelöst. Da davon ausgegangen worden war, dass der 19-Jährige Verbindung nach Ulm hat, reagierte die örtliche Polizei und sperrte die Innenstadt mit Fahrzeugen und bewaffneten Einsatzkräften ab.

Es war doch mehr als eine reine Vorsichtsmaßnahme. Als die Ulmer Polizei am Freitag die City besetzte, hatte sie Hinweise von den Ermittlern aus Nordrhein-Westfalen auf eine mögliche Gefährdung Ulms.

Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf zieht Aussage zurück

Erst jetzt lässt die Staatsanwaltschaft verlauten, dass bei dem Anti-Terroreinsatz kein Verdächtiger in Ulm festgenommen wurde. Es lag nur die Vermutung nahe, ein 28-jähriger Tadschike würde sich in Ulm aufhalten. Der Mann wurde allerdings im Bereich Calw festgenommen.

Für Verwirrung sorgte eine Pressemitteilung des Landeskriminalamtes, in der von einer Festnahme eines Terrorverdächtigen in Baden-Württemberg berichtet wurde, ohne Angabe, das dies in Calw geschah. Dazu sagte bereits am Samstag auf Anfrage Polizeipräsident Christian Nill: „Wir haben in Ulm niemanden festgenommen.“

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