DFB Pokal gegen Frankfurt SSV Ulm 1846 Fußball: So viel kosten Bier und Wurst

Am Samstag gibt es die KLassiker im Donaustadtion: Weiße, Rote und Feuerwurst.
Am Samstag gibt es die KLassiker im Donaustadtion: Weiße, Rote und Feuerwurst. © Foto: © P.Burghardt und © Medolka/Shutterstock.com montage: swp
Ulm / Tobias Knaack 17.08.2018
Am Samstag treffen die Spatzen auf Eintracht Frankfurt. Die Ränge werden voll sein – und die Besucher hungrig und durstig.

Der Kalauer sei bitte verziehen, doch für Erich Steer geht es wirklich um die Wurst. Und ums Bier. Und darum, wie die Wurst und das Bier am Samstag an Frau und Mann kommen, wenn der SSV Ulm 1846 Fußball in der ersten Runde des DFB-Pokals im Donaustadion auf Eintracht Frankfurt trifft (15.30 Uhr). Steer, früher selber Profi in Augsburg und Ulm, muss an diesem Tag keine Zweikämpfe auf dem Rasen gewinnen, sehr wohl aber den Ansturm von bis zu 18.000 Menschen bewältigen, die beim Blick auf den Rasen essen und trinken wollen. Steer ist beim SSV für das Catering verantwortlich.

Vorbereitung begann mit der Auslosung

Rund 50 Leute werden am Samstag im Einsatz sein, sagt Steer. Und dennoch ist er sich sicher: „Schlangen wird es so und so geben.“ Damit die nicht zu lang werden, dafür arbeitet der 61-Jährige „praktisch seit der Auslosung“ am 8. Juni; seit klar ist, dass die Spatzen den Titelverteidiger zu Gast haben werden – und damit viele Gästefans. Zusätzliche Getränke- und Kühlwagen musste er sofort ordern. Die Konkurrenz an Festen und Veranstaltungen im Sommer ist riesig.

So werde zum Beispiel neben den beiden Hauptkiosken zwischen Block I und Haupttribüne, wo es wie auch bei regulären Spielen in der Regionalliga Getränke und Essen geben wird, noch ein weiterer „Tankwagen mit Bier“ aufgestellt, wie Steer den zusätzlichen Bewirtungsstand nennt. Auch hinter der Gegentribüne wird es drei Stände geben: an den Blöcken F1 und F9 sowie „in der Mitte dazwischen auf der Tartanbahn“ vor der Tribüne. Natürlich werden auch der D- und E-Block sowie die Kurve der Gästefans mit zusätzlichen Verpflegungsständen versorgt.

Beginn um 5.30 Uhr

Damit das alles reibungslos funktioniert, werden Steer „und sieben, acht andere“ Kolleginnen und Kollegen am Samstag gegen 5.30 Uhr anfangen zu arbeiten – zehn Stunden vor dem Anpfiff. „Wir könnten aber auch am Freitag schon loslegen“, sagt Steer und lacht. Die Vorbereitungen seien am Donnerstagabend weitestgehend abgeschlossen. Den größten Ansturm erwartet er vor dem Anpfiff, wenn sich alle auf das Spiel einstimmen, also insbesondere in der Zeit nach 13.30 Uhr, wenn die Tore des Donaustadions geöffnet werden. Auch rund um die Halbzeit rechnet Steer mit großem Andrang an den Ständen.

Sicherheit muss geklärt sein

Nicht nur mit Ständen, sondern auch mit Abständen musste sich Steer in der Vorbereitung auf den großen Pokalkracher beschäftigen. Mit Vertretern der Stadt und der Polizei hat er Ortsbegehungen im Stadion gemacht, um zu klären, wie man die Masse an Menschen bestmöglich entzerrt – nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen, wie Steer erklärt. Alle sollen möglichst reibungslos und nicht in einem zu großen Pulk an die gewünschte Stadion-Kulinarik gelangen können.

Klassiker im Angebot

Angeboten werden vor allem Stadion-Klassiker: Rote, Weiße und Feuerwurst. Und die natürlich im Semmel. Ketchup und Senf aus dem Spender drauf und fertig ist die klassische Stadionwurst. Weiter brauche es da nichts, erklärt Steer. Und besonders kulinarisch aufgefahren werde für den besonderen Tag nicht, sagt der Chef-Caterer.

Das gilt übrigens auch für den VIP-Bereich: Die bis zu 150 Menschen werden mit Linsen und Spätzle sowie Maultaschen verköstigt. Gerade die Frankfurter Gäste sollten doch auch mal schwäbische Küche kennenlernen, findet Steer.

Keine Vorgaben vom DFB

Froh ist Steer darüber, dass er am Samstag nicht auf den Deutschen Fußball-Bund (DFB) Rücksicht nehmen muss: weder bei den Getränken, wo er mit der Brauerei Gold Ochsen zusammenarbeitet, noch bei den Fleischwaren, die von der Firma Buchtmann bei Ravensburg kommen. Der Verband habe „nur gesagt: ,Macht ihr mal’“. Keine Selbstverständlichkeit angesichts all der Regularien, die der DFB für seine Haupt-Sponsoren besonders rund um die Nationalelf, aber auch in Ulm etwa hinsichtlich der Einlaufkinder aufstellt.

Die genauen Mengen an Fleischwaren und Bier, die für das Spiel vorgehalten werden, gibt Steer übrigens nicht preis. Das Credo des Tages aber steht schon mal: „Wir machen unsere Kühlhäuser voll und hoffen, dass es reicht.“

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Eine Halbe für vier Euro

Preise Anders als bei  Liga-Spielen wird Bier am Samstag vier statt drei Euro (plus einen Euro Pfand) kosten – aber auch für 0,5 statt 0,4 Liter. Softdrinks kosten vier, Wasser drei Euro. Rote, Weiße und Feuerwurst sind für je drei Euro zu haben.  tk

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