Gewalt SSV-Fußball will Hilfe von Kretschmann

Ulm / swp 14.06.2018

In einem Brief an Ministerpräsident Winfried Kretschmann fordert der Vorstand des SSV Ulm 1846 Fußball Unterstützung von der Landesregierung. Ziel müsse sein, Ausschreitungen vor, bei und nach Fußballspielen zu verhindern. Hintergrund sind unter anderem Ausschreitungen von SSV-Fans nach dem Pokalfinalspiel gegen den TSV Ilshofen im Zug nach Ulm vor dreieinhalb Wochen (wir berichteten).

Es habe sich erwiesen, dass es nicht ausreiche, wenn – wie bei einem Sicherheitsgipfel 2017 empfohlen  – Stadionallianzen installiert würden. Bei diesen sind neben allen für die Sicherheit verantwortlichen Akteure wie etwa Ordnungsämter und Polizei auch die Fans eingebunden.

Nach rund vier Jahren Arbeit am Thema Sicherheit sei dem SSV-Vorstand klar, dass Fußball als Grundlage für Gewalt, Ausschreitungen und Diskriminierungen „von einzelnen Personen und Gruppen instrumentalisiert wird und es sich insofern um ein gesamtgesellschaftliches Problem handelt, das nicht allein von Fußballvereinen gelöst werden kann“. Für neue, wirkungsvolle Ansätze müssten unter anderem der Sanktionierungskatalog überprüft werden und Fanprojekte verpflichtend sein. Dies am besten schon in der kommenden Fußballsaison. Ulrike Schleicher

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