Verein SSV 46 und Tennisklub wollen fusionieren

Ulm / Hans-Uli Mayer 16.05.2018
Der SSV Ulm 1846 und der Tennisklub wollen fusionieren, was in der Oststadt völlig neue Perspektiven schafft.

Nach Jahren des Stillstands ist richtig Bewegung gekommen in die Idee eines Sportparks für die Oststadt. Bei einem Besuch von Stadträten der Freien Wähler (FWG) skizzierte der Präsident des SSV Ulm 1846, Willy Götz, die bevorstehenden Aufgaben. Im Grunde geht es um ein Vorhaben mit zwei wichtigen Komponenten.

Unstrittig ist dabei, dass der ganze Gebäudekomplex aus Jahnhalle und der Gaststätte nicht mehr zu sanieren ist. Die Halle ist 1945 nach dem Krieg aufgebaut worden, die im Keller befindlichen Umkleide- und Sanitärräume reichen sogar bis in die 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurück. „Das ist eine Zumutung“, findet FWG-Stadtrat Reinhold Eichhorn deutliche Worte, nachdem Willy Götz von nicht mehr zeitgemäßen Zuständen gesprochen hatte.

Im Zuge eines notwendigen Neubaus stellt sich ganz grundsätzlich die Frage, ob nicht gleich das ganze Geviert zwischen Stadionstraße, Basteistraße und Zollernring komplett neu geordnet werden soll, wie Götz sagte. Offenbar sind die Gespräche einer möglichen Fusion zwischen dem benachbarten Tennisklub und dem Großverein schon weit gediehen, was auf dem ziemlich zerstückelten Tennisareal ganz neue Perspektiven eröffnet.

Ganz neues Tennisheim

Weichen müsste freilich das 1989 an die Jahnhalle angebaute Tennisheim des SSV 46. Natürlich nicht ersatzlos. Vielmehr soll für die dann möglicherweise fusionierten 900 Tennismitglieder ein völlig neues Tennisheim mit Vereinsgaststätte entlang der SSV-Tennishalle gebaut werden – mit freiem Blick auf sämtliche Plätze. Für den Verlust des Tennisheims hat der SSV-Vorstand der Tennisabteilung einen finanziellen Ausgleich zugesagt.

Finanziell geht es dem Großverein mittlerweile zwar wieder ganz ordentlich, wie der Vorstand sagt. Freilich wäre es eine große Herausforderung, das Vorhaben alleine zu schultern. Ohne öffentliche Unterstützung wird es nicht gehen, weshalb der Verein auch mit den anderen Fraktionen sprechen wird und mit dem Württembergischen Landessportbund verhandelt hat.

Bereits am 13. Juni wird der Fachbereichsausschuss des Ulmer Gemeinderats noch einmal über die beiden Großprojekte Sportopia der TSG Söflingen und der Jahnhalle des SSV 46 beraten. Grundlage ist eine Formulierung in den Sportförderrichtlinien, wonach der Gemeinderat bei derlei Großprojekten die Möglichkeit hat, weitergehende Entscheidungen zu treffen. „Das will ich jetzt entschieden haben“, sagt Gerhard Semler von der städtischen Abteilung Bildung und Sport.

Eines aber scheint sich schon erledigt zu haben. Zeitweise war überlegt worden, ob die Stadt die neue Jahnhalle für den SSV baut. Allerdings gibt Semler dieser Überlegung keine große Chance mehr. Städtische Hallen für Schulsport seien an anderer Stelle deutlich notwendiger als im Osten der Stadt.

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