Neu-Ulm Sporthalle am Muthenhölzle eröffnet

Neu-Ulm / Chirin Kolb 05.02.2018
Die Gustav-Benz-Halle am Muthenhölzle ist nach fast zweijähriger Bauzeit eröffnet. Sie dient dem Schul- und Vereinssport.

Auf diesen Tag haben viele lange gewartet: die Mitglieder des TSV Neu-Ulm und der TSF Ludwigsfeld, die Schüler und Lehrer der Emil-Schmid-Schule, und auch etliche Stadträte. Dass die neue Dreifach-Sporthalle am Muthenhölzle nun nach knapp zweijähriger Bauzeit fertig ist, schafft Entlastung für viele.

OB Gerold Noerenberg sprach deshalb bei der Eröffnungsfeier am Freitagabend von einem besonderen Tag für Neu-Ulm. Rund 5,3 Millionen Euro kostete die Halle, die Regierung von Schwaben steuerte 1,25 Millionen Euro bei. Auch an diesem Neubau, entworfen vom Langenauer Architekturbüro Graf und Völk, zeige sich, wie sehr die Stadt den Sport unterstütze. „Sport hat einen hohen Stellenwert in Neu-Ulm“, sagte Noerenberg. Was die Förderung angehe, liege die Stadt mit an der Spitze in Bayern.

Benannt ist die Halle nach Gustav Benz, einem Bäcker und Kommunalpolitiker, der von 1897 bis 1909 Mitglied des Magistrats war. Er gründete den Neu-Ulmer Turnverein mit und setzte sich für den Bau der ersten Turnhalle ein.

Die neue wurde gleich sportlich in Betrieb genommen: bei der Vorführung der Trampolin-Abteilung des TSV Neu-Ulm ging es hoch hinaus. Nicht sportlich, dafür musikalisch zeigte die Schulband der Emil-Schmid-Schule, was sie drauf hat. Beide Darbietungen erhielten viel Beifall.

Noerenberg erinnerte in seiner Ansprache an die Geschichte, die zum Bau der Gustav-Benz-Halle führte. Da war einmal die Erweiterung der Hochschule Neu-Ulm, der die alte Wiley-Turnhalle Platz machen musste. Die Hallenkapazitäten waren in Neu-Ulm aber ohnehin schon knapp – so knapp, dass beispielsweise der TSV Neu-Ulm an seine Grenzen stieß, keine weiteren Mitglieder mehr aufnehmen und keine neuen Abteilungen mehr gründen konnte.

Eine Rolle spielten aber auch die Wünsche und Nöte anderer Vereine sowie die Kommunalpolitik. In einem Runden Tisch einigten sich alle Beteiligten schließlich auf den Bau des Turnzentrums des TSV Pfuhl sowie den Bau der Dreifachhalle am Muthenhölzle. Vor knapp zwei Jahren startete der Bau.

Der katholische Pfarrer Johannes-Wolfgang Martin und sein evangelischer Kollege Andreas Liedtke segneten die Halle. „Beim Sport sollten immer alle Gewinner sein“, sagte Liedtke. Martin hatte das Weihwasser passend zum Anlass in einen Pokal gefüllt. Ihn hatte er, wie er erzählte, mit seinem Abiturjahrgang errungen.

Gustav Benz’ Enkelin kam zur Eröffnung

Ehrengast An der Eröffnungsfeier nahm auch die Enkelin des Mannes teil, dessen Namen die neue Sporthalle am Muthenhölzle trägt. Margret Kaltenbacher lebt in Senden und ließ sich von ihrem Enkel zur Feier fahren. Ihr Großvater Gustav Benz ist zwar gestorben, als sie erst drei Jahre alt war, Erinnerungen an ihn hat sie nicht mehr. Dass die Stadt Neu-Ulm die Halle nach ihrem Vorfahr benannt hat, empfindet sie als Ehre: „Das freut mich unheimlich.“

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