Exkursion Spielerisch programmieren

Ulm / Schüler der Freien ev. Schule und der Poligenius-Grundschule 11.07.2018

Summen tun sie nicht, die Bienen, die zwei Klassen bei der Recherche in der IHK Ulm angetroffen haben. Die kleinen, runden Unterrichtsroboter „Bee-Bot“, denen ein Bienen-Gehäuse Form und Design gibt, gehorchen sogar Kindern. Anhand eines solchen Roboters können Kinder erste Grundlagen der Robotik erlernen. Er weckt spielerisch den Forscherdrang von Schülerinnen und Schülern gleichermaßen und macht nebenher eine Menge Spaß. Die Kinder lernen, warum sich ein Roboter scheinbar von ganz alleine bewegt und wie man ihn in eine gewünschte Richtung gehen lassen kann.

Wie einfach sich Bee-Bots programmieren lassen, konnten zwei Klassen herausfinden, die im Rahmen des Grundschulprojektes „Wir lesen junior“ beim Projektsponsor IHK Ulm zu Gast waren. Simone Bergande von der Abteilung Faszination Technik hatte die Aktion durchgeführt.

Für die „Wir lesen“-Seite berichtet Jonas Bundesmann aus der Klasse 4 der Freien ev. Schule Ulm:

An einem schönen Freitag Ende April gingen die Schüler der Klasse drei und vier der Freien ev. Schule Ulm zur IHK, um am Bee-Boting-Projekt teilzunehmen. „Bee-Bots“ sind kleine Roboter, die aussehen wie kleine Bienen. Es durften 20 Kinder mit. Somit gingen alle 12 Kinder der Klasse vier und acht Kinder aus der Klasse drei der FES Ulm mit. So gegen 10.15 Uhr trafen sich alle 20 Kinder in der Klasse vier und liegen gemeinsam zur IHK.

Sie gingen rein und fragten, wo sie hin müssen. Die Frau, die sie fragten, war freundlich und sagte es ihnen. Sie liefen hoch, wie die Frau es ihnen gesagt hatte, dann aber liefen sie geradewegs in die falsche Richtung. Dort war ein freundlicher Mann, der ihnen den Weg zeigte. Dieses Mal kam ihnen eine Frau entgegen. Die Frau ging mit ihnen mit und stellte sich ihnen vor. Sie sagte: „Ich heiße Simone.“ Dann erklärte sie, wie die Roboter funktionieren. Der Roboter sah aus wie eine Biene, deshalb auch der Name „Bee-Bots“, weil „Bee“ im Englischen Biene heißt. Der Bienen-Roboter hatte sieben Tasten, eine nach rechts, eine nach links, eine nach hinten, eine nach vorn, eine Start-Taste, eine Pausen-Taste und eine Lösch-Taste.

Spiele über Spiele

Simone hatte auch Spiele vorbereitet. Das erste Spiel waren Zahlen von 4 bis 24. Man musste seine Biene in eine Ecke stellen. Dann wurde mit vier Würfeln gewürfelt und man musste versuchen schneller zu rechnen als der andere und schneller auf dem Feld zu sein als der andere. Beim zweiten Spiel konnte man seinen Namen in den Roboter einprogrammieren. Beim dritten Spiel konnte man einen Schatz verstecken. Beim vierten Spiel musste man mit dem Roboter leere Flaschen umwerfen. Beim fünften Spiel konnte man kreativ auf einem Bauernhof sein. So spielten die Kinder von 11.00 Uhr bis 12.30 Uhr durch.

Die Zeit verging viel zu schnell. Alle mussten Abschied nehmen und sie gingen den gleichen Weg zur Schule zurück. Manche durften alleine mit dem Bus nach Hause fahren. Dies war ein schöner Tag für die Klassen drei und vier der FES Ulm.

Auch die Klasse 4a der Poligenius-Grundschule bekam die Gelegenheit, mit „Bee-Bot“ erste Robotik-Programmierung zu erlernen und hautnah die Ergebnisse zu testen. Liefen ihre Bee-Bots in die gewünschte Richtung?

Die Klasse 4a der POLIGENIUS Privaten Grundschule Ulm hat sich bei einem Besuch in der IHK-Ulm mit dem Thema Robotik beschäftigt. Grundlage war ein rund zwölf Zentimeter großer Roboter, der die Form einer Biene hat und sich auf Rädern fortbewegt. Daher nennt man ihn auch „Bee-Bot“. Insgesamt kann dieser auf Knopfdruck 40 Befehle speichern und anschließend ausführen. Dazu gehören: Vorwärts, rückwärts, umdrehen, Pause… Ein Bewegungsschritt ist dabei immer 15 Zentimeter lang. Die Schüler durften ausprobieren, wie das Programmieren des Bienenroboters funktioniert und dieses bei verschiedenen Spielen anwenden. Dabei stellten sie fest, dass für kleine Bewegungen mehrere Befehle eingegeben werden müssen. Wenn man sich vertippt, muss man von vorne anfangen.

Namen erraten

Nach einer kurzen Kennenlernphase begriffen die Schüler schnell, wie der Ablauf funktioniert. Bei Wettspielen wurde anschließend gegeneinander auf Geschwindigkeit programmiert. Auch war Geschicklichkeit gefragt, um den Roboter zielgerichtet Kegel umfahren zu lassen. Die größte Herausforderung war es, auf einem ABC-Plakat die Biene so zu programmieren, dass sie den Namen des Kindes abfährt und die anderen Kinder diesen erraten sollten. Die Kinder hatten Spaß bei der Sache und waren fasziniert, wie schnell und einfach Programmieren sein kann.

Von Anfang an dabei

Sponsoring Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Ulm ist seit dem Start des „Wir lesen junior“-Bildungsprojektes vor sechs Jahren als Sponsor mit dabei. Die Institution unterstützt das Projekt nicht nur finanziell, sondern auch jedes Jahr mit verschiedenen Aktionen, die Schülerinnen und Schüler zum Schreiben eigener Artikel anregen sollen.

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