Ein Aufseher führt nach einer „Marketing-Einlage“ vor dem Shop und nach einer Aufwärmphase in der großen Halle des Museums Ulm durch die Sammlung Fried mit ihren Werken der klassischen Moderne. In jedem der themenorientierten Räume findet eine Melange aus Dialogen, Geschichten und Tanzszenen statt. So könnte man auf die Schnelle das neue Stück „Dialoge“ des Teatro International, der Theatergruppe der Volkshochschule Ulm, zusammenfassen, das jetzt Premiere feierte.

Das Ensemble unter der Leitung von Claudia Schoeppl ist bekannt dafür, dass es sich gerne neue Räume erschließt. Der Dialog von Theater und Kunst in seinen verschiedenen Ausführungen führte denn auch zu dem „Multilog“, wie Schoeppl die Produktion bezeichnet. In ihm vereinen sich die Stimmen unterschiedlicher Menschen. Musikalisch unterstützt wurde das „Teatro“ dabei von dem Neu-Ulmer Duo „Latin Drum Circle“. Entsprechend spannend war es für das Publikum, sich im Strom mit den Laienschauspielern von Raum zu Raum vorzutasten, um sich immer wieder Fragen zu stellen: Was ist Kunst? Was hat sie mit dem eigenen Leben, was hat sie mit Migration, Politik, Kommerz zu tun? Und schließlich: Wer bin ich? Mit viel Kreativität, extrovertierter Spielfreude und tollen Ideen hat die Gruppe ihr neues Projekt umgesetzt. Weitere Aufführungen: heute, am 28., 29. und 30. Juni (jeweils 20 Uhr) sowie am 1. Juli (17 Uhr).