Ulm / Frank König Rund um das Industriegebiet Donautal stehen 2019 umfangreiche Bauarbeiten an. Das dürfte Staus auslösen.

Baustellen und Sperrungen gibt es in Ulm 2019 nicht nur in der Innenstadt mit der schmerzhaften einseitigen Blockade am Hauptbahnhof. Baustellen und Sperrungen gibt es in den nächsten Monaten vielmehr an allen Ecken und Enden.

Im Fokus steht dabei vor allem das Industriegebiet Donautal mit namhaften Firmen und tausenden von Arbeitsplätzen. Freilich versucht das Rathaus, die Auswirkungen der Straßenbauarbeiten auf dieses Wirtschaftszentrum möglichst gering zu halten. Das scheint auch mit Blick auf die Einsetzung der neuen Brücke über die elektrifizierte Südbahn an der B 311 mit Einfahrt ins Donautal über die Benzstraße zu gelingen.

Es geht hier darum, die inklusive der Reparatur der Fahrbahn ursprünglich auf mehrere Monate angesetzte Bauzeit – die auch noch mit der B 311-Sanierung in Erbach kollidiert wäre – deutlich zu komprimieren. Der Leiter der Abteilung Verkehrsinfrastruktur, Gerhard Fraidel, ist zuversichtlich, dass dies in Absprachen mit der Bahn gelingen könnte.

Rund ums Industriegebiet Donautal läuft eine Serie von Baumaßnahmen, dabei kommt es zu etlichen Vollsperrungen wichtiger Straßen.

Neue Zufahrt unverzichtbar

Eine kurzzeitige Vollsperrung der B 311 auf Höhe Abzweigung nach Grimmelfingen im Frühjahr dürfte dennoch nicht zu vermeiden sein. Der Verkehr würde dazu übers Donautal, beispielsweise auch über die Daimlerstraße, umgeleitet. Zur Entlastung ist es aber unverzichtbar, dass die Südwestzufahrt ins Industriegebiet von der Verbindungsstraße zwischen Gögglingen und Einsingen her funktioniert. Diesen Durchstich – nur für Autos, nicht Lkw – beim weithin sichtbaren Noerpel-Lager könnte beispielsweise auch die Belegschaft von Magirus nutzen. Fraidel: „Hier wird schon gebaut.“ Fertigstellung ist im März. Auch die Einsetzung der neuen Eisenbahnbrücke an der Benzstraße erfolgt im März, und zwar voraussichtlich am zweiten Wochenende 8. bis 10. März. Das Ganze dürfte ein logistisches Kunststück mit schwersten Mobilkränen werden. Die Straßenbauarbeiten erfolgen dann später zeitversetzt.

Dabei geht es darum, die Höhe der Fahrbahn an die neue Höhe der Bahnbrücke anzupassen, die nun auch die Strommasten überspannen muss. Die Straße wird nach Fraidels Worten um  35 Zentimeter aufgepolstert.

Das läuft also im Norden des Industriegebiets, während im Süden zunächst die Sanierung der Laupheimer Straße durch den Gögglinger Wald hinzukommt. Das Projekt muss bis 20. Mai fertig sein, weil dann der zweite Bauabschnitt der Sanierung der Wiblinger Allee beginnt.

Die Firma Realgrund plant an der Ecke Karlstraße/Neutorstraße mehrere Neubauten mit großem Supermarkt im Erdgeschoss.

Zwei Bauphasen

Dabei geht es um die Aufweitung der im Osten am Industriegebiet vorbeiführenden Achse zwischen Hans-Lorenser- und Daimlerstraße. Das läuft in zwei Phasen mit Start im Süden zwischen Hans-Lorenser- und Steinbeisstraße, dann zwischen Steinbeis- und Daimlerstraße, mit Vollsperrung der Allee im betroffenen Abschnitt und örtlicher Umleitung. Die Stadt empfiehlt eine großräumige Umfahrung über B 30 und B 10.

Im weiteren Verlauf der Tangente am Kuhberg steht am Wochenende 10./12. Mai zudem eine Vollsperrung im Zuge der Fahrbahnsanierung an. Beginn 2. Mai. Der Recyclinghof und Grimmelfingen sollen erreichbar bleiben.

Die  Sperrung dient auch dazu, die bei einem Unfall beschädigte und mit einem neuen Geländer versehene Fußgängerbrücke am Egginger Weg wieder einzusetzen. Auch eine andere Brücke muss angegangen werden: am Hindenburgring bei Schwenk Zement. Dazu plant das Rathaus eine Vollsperrung der Stadtautobahn B 10 in Fahrtrichtung A 8. Dagegen bleibt die Fahrt in Richtung Neu-Ulm möglich.

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Wiblinger Allee schon am Samstag dicht

Vollsperrung Wegen Baumfällarbeiten ist die Wiblinger Allee von der Kreuzung Hans-Lorenser-Straße bis zur Kreuzung Daimlerstraße bereits am Samstag, 9. Februar, zwischen 6.30 und 18 Uhr voll gesperrt. Die Zufahrt von und in die Steinbeisstraße ist am Samstag ebenfalls gesperrt. Die Einfahrt ins Wohngebiet Sandhaken ist nur aus Richtung Wiblingen möglich. Es gibt eine Umleitung übers Industriegebiet Donautal. Aus Naturschutzgründen müssen Bäume bis 1. März gefällt werden. Bei schlechtem Wetter wird erst am 16. Februar gefällt.