Ulm Sperrung am Hauptbahnhof vorzeitig aufgehoben

Entspannung für den Verkehr? Die Sperrung am Ulmer Hauptbahnhof wird überraschend aufgehoben.
Entspannung für den Verkehr? Die Sperrung am Ulmer Hauptbahnhof wird überraschend aufgehoben. © Foto: Lars Schwerdtfeger
Ulm / Frank König 07.09.2018

Nach einem in dieser Form noch nie dagewesenen, baustellen-bedingten Mega-Stau in der City an Donnerstagabend, reagiert das Rathaus am Freitag überraschend mit Sofortmaßnahmen.

In Kooperation mit SHS  Security wird die Friedrich-Ebert-Straße am Bahnhof von etwa 17:30 Uhr an am Freitag auch wieder stadtauswärts befahrbar werden. Oberbauleiter Johann Karmann gab gegenüber der Redaktion bekannt, dass der Zeitpunkt sogar noch auf etwa 16 Uhr vorverlegt wurde.

Außerdem ist es dann möglich, von der Neutorstraße kommend nach rechts in die Olgastraße (Richtung Hauptbahnhof/Post) abzubiegen und von dort aus über die Friedrich-Ebert-Straße nach Süden in die Neue Straße weiterzufahren. Auch die Wengengasse ist ab diesem Zeitpunkt wieder von der Neutorstraße aus erreichbar.

Weil die Neutorstraße für Bauarbeiten an der Straßenbahn nun voll gesperrt war, fehlte eine wichtige Nord-SüdAchse und Ausfahrtmöglichkeit aus der Stadt.

Die Olgastraße in Richtung Osten war total überlastet und führte Richtung Neu-Ulm noch auf die stauanfällige, teilgesperrte Gänstorbrücke. Die Frauenstraße mit Ausfahrt über die Neue Straße war verstopft, auch Busse und Rettungsfahrzeuge kamen kaum hinein.

Verkehrschaos am Wochenende vorbeugen

Nun also geht es am Bahnhof vorbei wieder in Richtung B30 und B311 aus Ulm heraus. Barny Sancakli von SHS sagte vor Ort, man wolle damit nicht zuletzt einem Verkehrschaos am Samstag vorbeugen, wenn viele Urlaubsrückkehrer womöglich nochmal zum Shoppen nach Ulm fahren.

Beim ersten großen Sperrwochenende am 1. und 2. September waren auswärtige Einkaufskunden an der Ludwig-Erhard-Brücke, wie berichtet, teils entnervt wieder umgekehrt. Citymanager Henning Krone sagte, der Handel sei ausgesprochen „unglücklich“ mit der Situation, die Belastungsgrenze sei längst erreicht. Es werde nach Ende der Großsperrungen am Montag sicherlich ein allgemeines „Aufatmen“ geben.

Bei der Aufhebung der Sperrung in der Friedrich-Ebert-Straße stadtauswärts geht es natürlich auch darum, die Wendeschleife hinter der Post am Taxistand wegzunehmen. Außerdem muss eine Baugrube für Fernleitungen an der Südwest-Ecke des Abriss-Baustelle Bahnhofplatz 7 noch verschlossen werden.

Polizei appelliert an die Autofahrer

Der für die ganzen Sommerferien geplante Abriss war offenbar nach der Hälfte der Zeit erledigt, aber die Leitungsarbeiten verzögerten anscheinend die Aufhebung der Fahrbahn-Sperrung. Die Friedrich-Ebert-Straße war bekanntlich wegen der Abrissarbeiten am Bahnhofplatz 7 als Arrondierung der Sedelhöfe nur noch auf einer einzigen Spur stadteinwärts befahrbar.

Seitens der Polizei, die dem Stau machtlos gegenüberstand, appellierte Sprecher Wolfgang Jürgens nochmal an die Autofahrer, nicht in blockierte Kreuzungen einzufahren. Sonst werde der Verkehr in Quer- und Längsrichtung unterbrochen.

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