Ulm SPD: Zwei Zufahrten für Tiefgarage am Bahnhof

Ulm / JÜRGEN BUCHTA 14.01.2015
Nur eine große Tiefgarage vor dem Ulmer Hauptbahnhof sei wirtschaftlich. Das betonte Dorothee Kühne beim Neujahrsempfang der SPD-Fraktion.

Wie viel Platz sollte die geplante Tiefgarage vor dem Hauptbahnhof bieten? Dorothee Kühne, Vorsitzende der SPD-Fraktion im Ulmer Gemeinderat, machte während des Neujahrs- beziehungsweise "Amtsleiter"-Empfangs ihrer Fraktion im Café Liquid die Position der sozialdemokratischen Stadträte nochmals deutlich: Wirtschaftlich zu betreiben sei eine Tiefgarage mit zwei Einfahrten nur, wenn darin bis zu 800 Autos abgestellt werden können, sagte sie.

Ihrer Fraktion sei wichtig, dass vor dem Bahnhof ein attraktiver Platz entstehe. Eine "Drehscheibe", wie sie es nannte, für die Fahrgäste der Bahn und der Straßenbahn wie für alle anderen Fußgänger, die sich dort aufhalten werden. Um das "Platzgefühl" nicht zu stören, müsse die Tiefgarage darunter mit zwei Zu- und Ausfahrten ausgestattet werden, nicht nur mit einer.

"Ich bin auch dafür", fuhr Kühne fort, dass sich Ulm um die Ausrichtung einer "Kulturhauptstadt" bewirbt. Jährlich wird der Titel "Kulturhauptstadt Europas" von der EU an mindestens zwei Städte der Europäischen Union vergeben. Die Benennung soll dazu beitragen, den Reichtum, die Vielfalt und die Gemeinsamkeiten des kulturellen Erbes in Europa herauszustellen und ein besseres Verständnis der Bürger Europas füreinander zu ermöglichen. 2025 ist Deutschland wieder an der Reihe, eine "Kulturhauptstadt" zu stellen. Wollte Ulm zum Zuge kommen, müsste es sich in einem nationalen Wettbewerb gegen andere Städte durchsetzen.

Eine Vielzahl von großen und teuren Projekten, die in den kommenden Jahren verwirklicht werden sollen, stehe auf dem Plan, fuhr Kühne fort. Grundsätzlich werde an diesen Projekten nicht gerüttelt. In welcher Reihenfolge sie verwirklicht werden, sei allerdings vom Geld abhängig, das dazu gebraucht wird. "Nur im Bereich der Schule und bei der Sanierung der Schulen will ich nicht sparen."

Kühne zollte den Mitarbeitern der Ulmer Stadtverwaltung großes Lob. "Es ist unglaublich, wie sie uns die Arbeit erleichtern." Nicht nur intern sei diese Arbeit vorbildlich. Sie laufe auch nach außen reibungslos. Kühne: "Wir leben in einer Gesellschaft, in der alles funktioniert."

Der erste Amtsleiter-Empfang der SPD fand vor 20 Jahren statt. Damals noch im Ulmer Rathaus.

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