Ulm SPD: Wohnraum für Familien in der Steingasse

Martin Rivior und die SPD-Fraktion wollen prüfen lassen, ob der Parkplatz in der Steingasse für den Wohnungsbau geeignet ist.
Martin Rivior und die SPD-Fraktion wollen prüfen lassen, ob der Parkplatz in der Steingasse für den Wohnungsbau geeignet ist. © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / JAKOB RESCH 02.10.2012
Die Wohnungsbaupolitik in Ulm ist umstritten, vor allem wird beklagt, dass zu wenig bezahlbarer Wohnraum da ist, und das vor allem in der Innenstadt.

Einen Weg, den die Stadt selbst über staatliche Förderprogramme hinaus dagegen einschlagen kann, hat jetzt die SPD-Fraktion angestoßen und dafür auch ein ganz konkretes Projekt im Auge. Sie will, dass die Stadtverwaltung untersucht, ob sich auf dem großen Parkplatz in der Steingasse bei der Spitalhofschule preiswertes Wohnen für Familien mit Kindern verwirklichen lässt. Idealer Partner wäre demnach die städtische Wohnungsgesellschaft UWS. Die Stadt soll einen Ideen- und Realisierungswettbewerb ausloben, der zur Finanzierung des Gesamtprojektes eine Mischung aus Eigentums- und Mietwohnungen vorsieht.

Die entscheidende Voraussetzung für eine Realisierung ist, dass dieses Areal in städtischer Hand ist, sagt SPD-Stadtrat Martin Rivoir. Schließlich sei das Problem, dass freie Grundstücke im Stadtkern meist in Privatbesitz seien und die UWS angesichts des Verwertungsinteresses bei der Vergabe "nicht mithalten kann". So soll die Innenstadt überhaupt auf freie Grundstücke abgeklopft werden, die die Stadt für weitere solche Projekte einbringen könnte. Die Stellplatzzahl in der Steingasse müsste wegen der Geschäfte in der Frauenstraße aber erhalten bleiben und über eine Tiefgarage aufgefangen werden.