Ulm / swp Die SPD fordert im Gemeinderat einen Bericht über die Schultoiletten. Überall soll der gleiche Standard gelten.

Die Klagen über die hygienischen und baulichen Missstände in den Schulen nehmen zu und beschäftigen nun auch die Kommunalpolitik. Nach der CDU hat sich jetzt die SPD-Fraktion mit einem Antrag zu Wort gemeldet. Sie fordert einen Bericht von der Stadtverwaltung über die Situation. Dafür sei der Gemeinderat das geeignete Gremium, denn die Problematik habe finanzielle, soziale, pädagogische und bauliche Aspekte. „Uns ist klar, dass eine aktualisierte detaillierte Handlungsstrategie noch nicht vorgelegt werden kann“, schreibt die SPD-Fraktion an OB Gunter Czisch. „Aber ohne eine möglichst objektive Berichterstattung können die Fraktionen nur punktuell Vorschläge machen.“

Viele Schul-Toiletten seien in einem nicht akzeptablen Zustand, meint die CDU. Zuletzt gab es Klagen an der Berblinger-Schule.

Für die SPD ist klar, dass alle Ulmer Schulen einen gleichen, hohen Standard gewährleisten müssen. Dazu gehörten „selbstverständlich begleitende pädagogische Maßnahmen“. Die Stadträte hielten es darüber hinaus für sinnvoll, wenn die Verwaltung für den Gemeinderat eine Besichtigung der Schultoiletten organisieren würde.

Die Klos der Albrecht Berblinger-Grundschule sind kaputt und stinken. Der Elternbeirat verfasst einen Brandbrief und prangert weitere Mängel an.

Massive Beschwerden

Zuletzt hatten sich vor allem Elternbeiräte der Albrecht-Berblinger-Grundschule massiv über den Zustand der Schulklos beschwert. Die kleinsten Übel: Klobürsten, Toilettenpapier und Seife fehlten. Doch auch ganze Toiletten seien kaputt oder zugeschlossen, Licht nicht vorhanden, der Dreck so groß, dass Schüler sich nicht mehr auf die Toilette trauten. Der Elternbeirat schickte jedenfalls einen Beschwerdebrief an den OB und die Gemeinderatsfraktionen. Auch an anderen Schulen häufen sich die Klagen. Am Schubart-Gymnasium beispielsweise berichten Schüler von stinkenden, schmutzigen, verstopften Toiletten, am Anna-Essinger-Gymnasium  suche man laut Elternbeirat seit Jahren nach Lösungen, an der List-Schule oder Wiblinger Schulen seien die Zustände nicht anders. Verantwortlich seien auch die Schüler selbst: aus Unachtsamkeit oder aus Frust.

Elternbeiräte und Schüler sehen als Grund für die üble Situation in Ulmer Schultoiletten Vandalismus einzelner frustrierter Schüler und fehlender Kontrolle.

Die CDU-Fraktion forderte auf den Brief der Elternbeiräte hin eine zeitnahe Sanierung der Schultoiletten. „Bei vermehrter Ganztagsbetreuung und Ganztagsschule dürfen Eltern, Schülerinnen und Schüler in Ulmer Schulen einen geruchsfreien und akzeptablen Zustand der sanitären Anlagen erwarten“, heißt es in dem CDU-Antrag. Die Fraktion schlug zudem vor, dass Schulklassen Patenschaften für Toiletten übernehmen sollten.

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