Dieses Bild der industriellen Zukunft zeichnete die Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Gabriele Katzmarek, auf einer Veranstaltung des SPD-Kreisvereins Ulm. Katzmarek machte kein Geheimnis daraus, dass diese Veränderungen einen gewaltigen Anpassungsdruck für Arbeitnehmer bedeuten, dem sie nur mit Weiterbildung standhalten können. "Wir müssen die Menschen für diese Arbeitswelt fit machen", wird Katzmarek in einer Mitteilung des Kreisverbands zitiert. Es bestehe aber kein Grund zur Verzweiflung, denn die "deutschen Arbeitnehmer sind gut aufgestellt und werden diese Herausforderung meistern."

Katzmarek sagte, es sei wichtig, die Diskussion um Industrie 4.0 von der technischen Ebene wegzuführen und den Wandel sozial zu gestalten: Die "Smart Factories" der Zukunft dürften keine menschenleeren Produktionsstätten sein, vielmehr müsse der Mensch im Zentrum unternehmerischen Handelns bleiben. Dieses Leitbild müsse unter Einbindung der Gewerkschaften durch zeitgemäße Betriebsvereinbarungen, Tarifverträge und Gesetze Realität werden. "Die Potenziale guter betrieblicher Mitbestimmung" seien hier entscheidend wichtig.

Für den SPD-Kreisvorsitzenden Martin Ansbacher ist Industrie 4.0 ein "Megathema der Zukunft". Dieser Trend, heißt es in der Mitteilung, werde klassische Geschäftsmodelle und -prozesse verändern und neue schaffen: "Denn es geht um die Digitalisierung von Produktionsprozessen, bei denen nicht mehr nur Mensch und Maschine miteinander interagieren, sondern auch Maschinen und Produkte untereinander kommunizieren." Für die SPD sei wichtig, dass der Mensch in den intelligenten Fabriken in der Mittelpunkt der Debatte rückt.