Auf Ulmer Seite sollte sie an der Adlerbastei beginnen, also dort, wo Flugpionier Albrecht Berblinger bei seinem legendären Flugversuch über die Donau in den Fluss stürzte. Die visionären Taten des Schneiders von Ulm sollten mit der Brücke gewürdigt und im öffentlichen Bewusstsein verankert werden, schreiben Dorothee Kühne und Martin Rivoir. Die Brücke soll deshalb Albrecht Berblingers Namen tragen. Ob der Steg einen Bogen direkt zum Neu-Ulmer Ufer schlagen oder auf der Insel am Schwal enden soll, lässt die SPD offen. Das bayerische Ufer ist schließlich Sache des dortigen Stadtrats. Ihn und OB Gerold Noerenberg will die SPD-Fraktion aber für ihren Vorschlag begeistern. Gönner soll mit seinem Amtskollegen Kontakt aufnehmen, meinen Kühne und Rivoir: "Für die Entwicklung des Donauufers wäre eine solche Brücke ein ideales gemeinsames Projekt."

Die SPD sieht sie als dauerhafte, begehbare Weiterentwicklung von Gabriela Nasfeters Kunstprojekt der "Flugbrücke" zum Berblinger-Jahr. Die Skulptur aus Stoff hatte einen Tag lang die Donau überspannt. Eine Hängebrücke hätte für die SPD besonderen Reiz und wäre "auch für Touristen attraktiv".