Ulm SPD fordert Strategie für sicheres Zusammenleben

Ulm / SWP 13.09.2014

Die SPD-Fraktion im Ulmer Gemeinderat fordert eine "Strategie für ein sicheres Zusammenleben in der Stadt". Berechtigte Kritik von Anwohnern beispielsweise des Karlsplatzes, des Römerparks oder an der Büchsengasse/Hinter dem Brot veranlassen die Fraktion darüber nachzudenken, wo für weniger angepasste Menschen und Randgruppen überhaupt noch ein Platz in der Stadt ist. In den vergangenen Jahren sei viel Geld in die Aufwertung der Stadt gesteckt, Quartiere mit großem Aufwand attraktiver gemacht worden. Im Umkehrschluss aber gingen dabei Orte verloren, an denen sich auch Drogenabhängige und Trinker aufhalten können, die es in einer Großstadt mit 120.000 Einwohnern eben gebe.

Herumliegende Heroinspritzen auf Kinderspielplätzen wie am Karlsplatz könnten aber nicht akzeptiert werden, weshalb die Fraktion verschiedene Maßnahmen anregt, über die sie im Gemeinderat diskutieren will. So regen die Sozialdemokraten in einem Schreiben an Oberbürgermeister Ivo Gönner an, über eine Aufstockung des Kommunalen Sozialdienstes und des Kommunalen Ordnungsdienstes nachzudenken. Außerdem soll der Kontaktladen EXIT wiederbelebt und ein Konzept für eine öffentliche Trinkstube erarbeitet werden. Schlussendlich gelte es, die kommunalen Aktivitäten mit jenen der Polizei besser abzustimmen. Beim nächsten Sicherheitsbericht im Gemeinderat wollen die SPD-Stadträte einen Bericht dazu hören.

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