Die Sparkasse Ulm baut um: Statt 27 Filialen im Alb-Donau-Kreis und in Ulm wird es bei der Sparkasse Ulm künftig nur noch Geldautomaten geben. Die Standorte würden damit zu Selbstbedienungseinheiten, das teilte die Sparkasse auf einer Pressekonferenz am Freitag mit. Somit bleibe die Versorgung mit Bargeld für die Kunden erhalten.

Mobile Geschäftsstellen in Ulm und dem Alb-Donau-Kreis

Verändertes Kundenverhalten habe dazu geführt, dass die Geschäftsstellen gerade für Serviceaufträge immer weniger in Anspruch genommen werden. Der Zugang zu Finanzdienstleistungen für alle Bevölkerungskreise bleibe dennoch erhalten. Insbesondere der ländliche Raum werde an 17 Standorten mit einer neuen, mobilen Geschäftsstelle versorgt. Ein voll ausgestatteter Kleinbus werde 17 Haltepunkte im Alb-Donau-Kreis und einen Standort im Ulmer Ortsteil Eggingen anfahren. „Damit bleibt die Sparkasse Ulm in allen Gemeinden persönlich präsent“, teilte Stefan Bill, der Vorsitzende des Vorstandes der Sparkasse Ulm, mit.

Sparkasse: „Kunden müssen auf kein Bedürfnis verzichten“

In den nächsten fünf Jahren seien an mehr als 20 Standorten Investitionen von rund 20 Millionen Euro geplant. Bei den 27 umzuwandelnden Geschäftsstellen handle es sich um Einheiten, die bislang größtenteils mit nur einer Person besetzt seien. Daraus folgten „komplizierte Vertretungs- und Springerregelungen, die weder zeitgemäß noch kundenfreundlich sind“, ergänzt die Sparkasse in einer Stellungnahme. Dennoch könne man nachvollziehen, „dass die Bürgerinnen und Bürger an diesen Standorten im ersten Moment enttäuscht sein werden“, doch auf den zweiten Blick würden sie erkennen, „dass sie auf keines ihrer Bedürfnisse dort verzichten müssen“.