Soziales Späte Kita-Zeiten sind in Ulm kaum gefragt

Ulm / Verena Schühly 16.08.2018

Öffnungszeiten in Kitas bis nach 17 Uhr gibt es jetzt in allen Sozialräumen. Auf Initiative der Grünen kommen ab September  die städtische Tagesstätte Burgauer Weg 50 in Wiblingen und die im Böfinger Erika-Schmid-Weg 3 dazu. Für die Grünen sind verlängerte Öffnungszeiten ein zentraler Aspekt bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

In Ulm gibt es sechs Stufen von Betreuungszeiten: Regelgruppen haben die Stufe 2, sie bieten 29 bis 33 Wochenstunden Betreuung. Alles darüber gilt als Ganztagsbetreuung: Die Stufe 5 sind beispielsweise 44 bis 48 Stunden, die höchste Stufe 6 sind 49 und mehr Stunden. Von allen 4853 Ulmer Kita-Plätzen entfallen 6 Prozent auf Stufe 6 und doppelt so viel auf Stufe 5.

Im Zuge der Kita-Ausbauoffensive wurden an einigen Kitas sehr lange Öffnungszeiten angestrebt, inklusive Samstagsbetreuung. Doch die Erfahrung zeigt: Dafür gibt es kaum Nachfrage. Pilot-Kita dafür ist die städtische Einrichtung in der Schaffnerstraße 18/2 mit 30 Plätzen. Ihre Öffnungszeiten sind aktuell: montags bis donnerstags von 6 bis 19 Uhr sowie freitags von 6 bis 18 Uhr. Im Anfangsjahr 2009 wurde das Angebot von neun Kindern genutzt, bis 2016 von sechs, im vergangenen und kommenden Jahr von nur zwei Kindern.

Dazu kommt, dass die Stadt auf Stellenausschreibungen mit Arbeitszeiten, die vorrangig Nachmittags- und Abendstunden abdecken, keine geeigneten Bewerbungen bekommt.

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