Neu-Ulm / EDWIN RUSCHITZKA  Uhr
Die Neu-Ulmer Wohnungsgesellschaft wird auch einen Teil der Alten Stadtgärtnerei bebauen. Nach den Plänen von Münchner Architekten.

Sieben Architektenbüros hatte die Neu-Ulmer Wohnungsbaugesellschaft (Nuwog) um Pläne gebeten, jedes mit 21.000 Euro ausgestattet. Jetzt ist von einer Jury entschieden worden, wie ein Teil der Alten Stadtgärtnerei an der Reuttier Straße, gleich gegenüber der Kletterhalle, bebaut wird: nach den Plänen des Münchner Büros Fink und Jocher. In einem bis zu sechsgeschossigen Wohnblock sollen im nächsten Jahr 30 sozial geförderte Wohnungen entstehen und 2017 bezugsfertig sein. Das Bauprojekt ist, wie Nuwog-Geschäftsführer Andreas Heipp sagt, ein Teil des Fünf-Jahres-Plans der städtischen Gesellschaft, die von 2017 bis 2020 insgesamt 400 Sozialwohnungen bauen will.

Hohe Wohnqualität und flächenoptimierte Angebote für den kleinen Geldbeutel hieß die Vorgabe nicht nur der Bauherrin, also der Nuwog, sondern auch des Freistaats Bayern, der landesweit zwölf Modellvorhaben finanziell fördert, eines eben an der Reuttier Straße in Neu-Ulm. Insgesamt kostet das Bauvorhaben sechs Millionen Euro.

Die 2- bis 4-Zimmer-Wohnungen werden zwischen 50 und 90 Quadratmeter groß und flexibel zugeschnitten sein, so dass zwei kleinere Wohnungen vielleicht zu einer großen zusammengelegt werden können, dass man später aber auch größere Wohnungen wieder verkleinern kann. Damit will die Nuwog auf die Nachfrage reagieren.

Ein Problem hat die Nuwog noch: Vorgesehen sind insgesamt 20 ebenerdige Parkplätze, die sich auch unter dem Wohnblock befinden, wo auch noch andere Nutzflächen und ein Gemeinschaftsraum Platz finden werden. Das sind zehn Parkplätze weniger, als der städtische Stellplatzschlüssel vorgibt. Diesbezüglich wird die Nuwog noch mit der Stadt verhandeln, ob die fehlenden Parkplätze tatsächlich abgelöst werden müssen.