Auszeichnung Sozialminister lobt Ulmer Weststadt

Minister Manne Lucha war in Ulm – hier mit Bürgermeisterin Iris Mann.
Minister Manne Lucha war in Ulm – hier mit Bürgermeisterin Iris Mann. © Foto: Matthias Kessler
Ulm / Bernd Rindle 25.06.2018

Der Sozialminister kam, sah und lobte: „Ich kann mich bei der Stadt Ulm für das Land nur mal bedanken für ihre Eigeninnovationskraft, mit der sie den Lebens- und Alltagsraum der Bürger gestaltet.“ Besser hätte man die Szene für den Besuch von Manne Lucha nicht inszenieren können, der auf seiner Besichtigungstour durchs Land herausragende Quartiersprojekte in Augenschein nahm, die im Rahmen des Ideenwettbewerbs „Quartier 2020 – Gemeinsam Gestalten.“ ausgezeichnet wurden.

Wie eine Bestätigung der Preiswürdigkeit tummelten sich spielende Kinder auf dem „Platz der Vielfalt“ zwischen Weststadthaus und Kindergarten, Eltern saßen unter Sonnenschirmen zusammen, andere schmökerten in der Stadtteilbibliothek oder ließen sich nebenan einen Kaffee schmecken. An Anreizen miteinander ins Gespräch zu kommen, Kontakte zu knüpfen und aufeinander zuzugehen, mangelt es nicht. „Niederschwelliger“, ließ Markus Kienle von der AG West seinen alten politischen Weggefährten wissen, „geht es nicht“.

Dieser lebendige soziale Raum bietet den Menschen im Quartier viel Teilhabe und eine Lebensqualität für alle Generationen und Kulturen. Was Lucha in der Weststadt zu sehen bekam, sei ein Aspekt dessen, „was wir unter Quartiersentwicklung und Zusammenhalt verstehen“, sagte Bürgermeisterin Iris Mann, „ist aber nicht zwingend das, was wir am Eselsberg machen werden“. Sie freute sich, dass das Land an der Förderung der Quartiersentwicklung festhalten will, wie Manne Lucha signalisierte. Denn mit den 50 000 Euro, die der Stadt im Rahmen des Wettbewerbs zugesprochen wurden, „kann man einen Prozess anstoßen“ – mehr aber nicht. Umso interessanter wird die Koordination hin zum Eselsberg-Projekt auch hinsichtlich der unterschiedlichen Bedarfsanmeldungen im Rathaus: „Das wird richtig spannend.“  Der Sozialminister ist da guter Dinge.

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