Laichingen-Suppingen Tötungsdelikt: Sonderkommission wertet weitere Hinweise aus

Tatort in Suppingen: 30-Jährige tot aufgefunden, 40-Jähriger verhaftet
Tatort in Suppingen: 30-Jährige tot aufgefunden, 40-Jähriger verhaftet © Foto: Ralf Zwiebler
Suppingen / Joachim Striebel 07.11.2018
Nach einem Aufruf sind bei der Polizei Hinweise auf das Tötungsdelikt in Suppingen eingegangen. Die werden ausgewertet.

Im Fall der getöteten Frau in Laichingen-Suppingen sind nach dem Aufruf von Staatsanwaltschaft und Polizei gestern mehrere Hinweise bei den Ermittlern eingegangen. Wie berichtet, werden Zeugen gesucht, die am Freitagabend einen Mann mit Rollstuhl oder Krücken gesehen haben. Der am Samstagabend festgenommene Verdächtige war am Freitag gegen 18 Uhr mit dem Bus von Laichingen nach Suppingen gefahren und kehrte nach 22 Uhr auf unbekanntem Weg wieder nach Laichingen zurück. Der 40-Jährige müsse wegen des Rollstuhls, den er wegen eines Handicaps vorübergehend benötigt, aufgefallen sein, meint die Polizei.

Wie Pressesprecher Wolfgang Jürgens mitteilt, werden die Hinweise nun von der Sonderkommission ausgewertet. Oft fügten sich viele kleine Hinweise wie ein Mosaik zu einem Bild zusammen. „Mit einer Festnahme enden die Ermittlungen nicht“, stellt Jürgens klar.

Gewalttat auch im Gemeinderat angesprochen

Am Montag waren in Laichingen Polizisten bei einem Sucheinsatz auf dem Marktplatz zu sehen. „Wir müssen davon ausgehen, dass der Verdächtige davor und danach am Laichinger Marktplatz war“, sagt Jürgens. Die Vermutung, dass dort speziell nach einer möglichen Tatwaffe gesucht wurde, bestätigt Jürgens nicht. „Wir suchen alles, was mit der Tat zu tun haben könnte.“ Möglicherweise werde es weitere Suchaktionen geben, bei Bedarf mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei. Die Polizei hat auch dazu aufgerufen, Funde von blutiger Kleidung oder Gegenständen mit Blutspuren in der Umgebung von Suppingen zu melden.

Wie die 30-jährige Mutter von drei Kindern in ihrer Wohnung am Abend des 2. November zu Tode kam, beschreibt die Polizei nicht. Die Gewalttat wurde am Montagabend auch im Laichinger Gemeinderat angesprochen. Stadtrat Bernhard Schweizer wollte „angesichts des Todesopfers von Suppingen nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“. „Ich habe keine Worte für diese schreckliche Tat“, sagte Bürgermeister Klaus Kaufmann. „Den Hinterbliebenen gilt unser Mitgefühl, und wir hoffen, dass der oder die Täter bald ihre verdiente Strafe erhalten.“ Er sicherte der Familie Unterstützung „in diesen schweren Stunden“ zu.

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