Einmal im Jahr testet die Stadt Ulm, ob die Sirenen, die im Not- und Katastrophenfall heulen sollen, auch wirklich funktionieren. Ein Nebeneffekt ist, dass die Behörden durch den Probe-Sirenenalarm hoffen, die Bevölkerung darüber aufzuklären, was im Ernstfall zu tun ist.

Wenn die Sirenen heulen: Fenster und Türen schließen

Wenn die Sirenen eine Minute lang in einem auf- und abschwellenden Ton aufheulen, ist das ein Zeichen für einen Katastrophenfall. Dann gilt: Sofort Fenster und Türen schließen und das Radio anmachen. Zu unterscheiden ist der Alarm von einminütigem, zweimal unterbrochenem Dauerton. Das ist das Signal für Feueralarm. Auch wenn die Feuerwehr in der Stadt Ulm schon seit längerem durch einen sogenannten „stillen Alarm“ zum Einsatz gerufen wird, gibt es dieses Alarmsignal immer noch.

Die Sirene als schnelle Information der Bevölkerung

Der Sirenenalarm sei „das schnellste Mittel, um die Bevölkerung zu informieren“, sagt Angela Heitzler von der Katastrophenschutzbehörde der Stadt Ulm. Dabei könne man keine konkreten Fälle nennen, in denen Alarm geschlagen werde. „Die Sirene heißt: Achtung, da ist was passiert. Radio einschalten“, sagt Heitzler. Zum Glück musste die Sirene in der Stadt Ulm bisher selten bis nie eingesetzt werden. wie Heitzel bestätigt. Zumindest in den Zeiten nach dem Zweiten Weltkrieg.

Apps als neue Alternativen zum Radio

Ob es noch zeitgemäß ist, die Bevölkerung durch Radiodurchsagen zu informieren, wo immer weniger Menschen ein Radio besitzen, ist eine andere Herausforderung für den Katastrophenschutz. Deswegen wird an zwei Apps gearbeitet, die denselben Zweck wie die Durchsagen haben, aber auf dem Smartphone funktionieren. Die technischen Feinheiten seien aber noch „im Aufbau“, so Heitzel.

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