Silvester wirft seine Schatten voraus: In einem Antrag an OB Gunter Czisch fordert CDU-Stadtrat Hans-Walter Roth, „in entsprechend gefährdeten Bezirken der Stadt Ulm das Abbrennen von Feuerwerk mit sofortiger Wirkung zu verbieten“.

Roth erinnert in seinem Schreiben an den Brand in der Tübinger Altstadt in der Silvesternacht 2008/09, der durch unachtsamen Umgang  mit Feuerwerkskörpern ausgelöst wurde. „Unersetzbare historische Bauten gingen damals verloren.“

In mehreren deutschen Städten sei Feuerwerk mittlerweile in gefährdeten Altstadtzonen verboten, so Roth weiter. Auch die Ulmer Feuerwehr könne von Bränden berichten, die durch Raketen verursacht worden seien. Diese seien bis dato zwar glimpflich abgelaufen: „Vor Ereignissen wie in Tübingen ist aber auch die Ulmer Altstadt nicht gefeit.“ Insbesondere denkmalgeschützte Bereiche wie Fischerviertel, Schwörhaus oder die Fachwerkbauten rund ums Münster sieht Roth als besonders sensibel an.

Kommentar zum Feuerwerksverbot Eine zündende Idee

Ulm

Feinstaubbelastung nach Feuerwerk

Ein weiteres Argument für ein Verbot sei die extrem hohe Feinstaubbelastung. „In einigen Städten wurden allein in der Neujahrsnacht so viele Staubpartikel registriert wie in zwei Monaten vor den Fahrverboten“, schreibt Roth. Im Stadtteil Wiblingen hätten die Feinstaubwerte in der vergangenen Silvesternacht die so genannten MAK-Werte – sie geben die maximal zulässige Konzentration an – um das Achtfache überschritten.