Ulm Signora Maria hat neuen Pächter

Am liebsten wäre dem neuen Pächter der Markthalle, wenn die Fassade des Gebäudes an der Kramgasse einen neuen Anstrich bekäme.
Am liebsten wäre dem neuen Pächter der Markthalle, wenn die Fassade des Gebäudes an der Kramgasse einen neuen Anstrich bekäme. © Foto: Sünne Oloff
Ulm / HANS-ULI MAYER 14.09.2016
Signora Maria hat einen neuen Pächter. Die Markthalle bleibt in italienischer Hand. Ein Feinkosthandel aus Stuttgart übernimmt das Geschäft.

Seit knapp drei Monaten hat die italienische Markthalle Signora Maria an der Kramgasse geschlossen. In wenigen Wochen könnten die Türen wieder öffnen. Wie Insolvenzverwalter Konrad Menz mitteilt, ist das Insolvenzverfahren gegen den früheren Pächter Mirco Burci mit einem Vergleich abgeschlossen, und ein neuer Pächter gefunden. Wie in der offiziellen Mitteilung steht, handelt es sich dabei um einen „Unternehmer aus dem Raum Stuttgart“.

Recherchen der SÜDWEST PRESSE haben zu Francesco Masino geführt, der auf Anfrage bestätigte, dass er die Signora Maria übernimmt und in wenigen Wochen eröffnen will. Masino betreibt in Stuttgart den italienischen Feinkostgroßhandel „Masino Casili“ und hat obendrein in Esslingen einen Lebensmittelmarkt, in dem er bislang allerdings nur kalte Speisen anbietet.

Masino wird am Konzept der bisherigen Markthalle mit warmem Essen nichts ändern. „Das Konzept hat gestimmt“, sagt er. Ursprünglich wollte er sich an der Signora Maria beteiligen, konnte sich mit Burci aber trotz dessen finanziell prekärer Situation nicht einigen. Das Konzept also bleibt, im Inneren wird es aber ein paar Renovierungen geben. Vor allem neue Toiletten will er einbauen und die Markthalle insgesamt „sauberer“ machen. Wenn die Stadt mitspielt, dann schwebt ihm auch vor, die Fassade des Gebäudes etwas einladender zu gestalten.

Das Sortiment wird sich nicht wesentlich ändern. „Wir haben gute Ware aus Italien, alles nur vom Feinsten und wollen unsere Kunden probieren lassen“, sagt Masino.

Burci hatte die Markthalle im Oktober 2009 eröffnet und dem Insolvenzverwalter zufolge über Jahre auch erfolgreich geführt. „Das war ein gutgehender Laden“, sagt Menz, nach dessen Worten aber in den letzten zwei Jahren „sehr ungeordnete Verhältnisse“ geherrscht hätten und ein schleichender Niedergang zu beobachten gewesen sei.

Bereits im März war Francesco Masino als Zwischenmieter eingestiegen, um als Teilhaber Mirco Burci zu helfen. Der Stuttgarter Unternehmer kennt also die Örtlichkeiten und die Ulmer Bedingungen. Bis zum Zuschlag waren allerdings schwierige vertragliche Verhandlungen nötig geworden, die schließlich in einem Vergleich der Gläubiger mündeten. Dieser Vergleich macht jetzt den Neubeginn möglich.

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