Neu-Ulm Setra-Produktion in Neu-Ulm auf einem Tiefpunkt

Setra in Neu-Ulm.
Setra in Neu-Ulm. © Foto: Archiv / Volkmar Könneke
26.07.2012
Die Bussparte von Daimler kämpft mit rückläufigen Umsätzen im ersten Halbjahr. Der Absatz von Setra-Reisebussen ist in diesem Umfeld ebenfalls zurückgegangen und bleibt nach den Worten von Produktionschef Wolfgang Hänle "sehr schwierig".

Hänle schreibt in einer Mitteilung:"Entsprechend haben wir in unserem Neu-Ulmer Buswerk ein Zehnjahres-Tief im Produktionsprogramm."

Er verweist dabei auf das im Mai vereinbarte Standortsicherungsprogramm mit dem Verzicht auf Kündigungen bis zum Jahr 2018. Allerdings gehen in Neu-Ulm im Zuge des Sparprogramms "Globe 13" fast 400 von 3800 Stellen verloren. Die Produktion des Mercedes-Travego geht in die Türkei. Zu Hoch-Zeiten waren in Neu-Ulm noch 3000 Setra- und Mercedes-Busse jährlich vom Band gelaufen.

Daimler betont, der Konzern werde weiter alle Setra-Busse in Neu-Ulm produzieren. So läuft dort auch die neue Setra-Baureihe 500 mit den Bussen der Comfort-Class an, die bei der IAA Nutzfahrzeuge präsentiert werden sollen. Hänle weiter: "Es ist klar: Zukünftige Neuanläufe der Marke Setra verbleiben ebenfalls im Werk in Neu-Ulm. So soll auch der Setra-Überlandbus bis mindestens ins Jahr 2015 ausschließlich in Neu-Ulm produziert werden."

Daimler-Buschef Hartmut Schick beklagte unterdessen das schwache europäische Busgeschäft im zweiten Quartal. Das Geschäft mit Komplettbussen bewege sich weiter auf dem bereits extrem niedrigen Vorjahresniveau.