Die Stadt lässt das letzte Gebäude auf dem künftigen Gebiet der "Sedelhöfe" abreißen. Momentan räumen Bauarbeiter das Haus aus. Die Bagger rollen Anfang Februar an. Nach Angaben der Stadt sollen die Arbeiten Anfang April abgeschlossen sein. In dieser Zeit sperrt die Stadt vor dem Bahnhof eine Spur der Friedrich-Ebert-Straße (Fahrtrichtung vom Bahnhof zum Theater). 

Dennoch wird auf dem Baufeld für die Sedelhöfe weiter Ruhe herrschen. Denn die Stadt muss zunächst eine weitere gesetzlich vorgeschriebene Hürde nehmen: Der Bauausschuss des Gemeinderats muss den sogennanten Auslegungsbeschluss fassen. Dieser ist Teil des im Baugesetzbuch vorschriebenen mehrstufigen Verfahrens für einen rechtskräftigen Bebauungsplan. Mit ihm bekommt die Öffentlichkeit das Recht, die Pläne einzusehen und Einwände abzugeben.

Eigentlich hätte der Gemeinderat den Auslegungsbeschluss schon Ende 2013 fassen sollen. Doch die Stadt ringt hinter den Kulissen noch um zwei offenen Fragen, bei denen sich der Investor MAB unnachgiebig zeigt: die Anlieferung von Sport Sohn und den Zugang zur Bahnhofstraße. Einen konkreten Termin konnte Stadtplaner Helmut Kalupa auf Anfrage nicht nennen. "Es soll so bald wie möglich geschehen", sagt er.

Derweil stocken die Verhandlungen um den Bahnhofplatz 7. Dieses Gebäude hat aufgrund seiner Lage zentrale Bedeutung für den Zugang vom Bahnhof zur Stadt. Es gehört jedoch nicht der Stadt. Nach Aussagen von Ulrich Soldner, Leiter des Liegenschaftsamtes, wird sich daran so bald auch nichts ändern. "Es gab gute Gespräche mit den Grundstückseigentümern und den Erbbauberechtigten". Beide Seiten hätten jedoch deutlich gemacht, dass sie nicht bereit sind, an die Stadt zu verkaufen. Das seit 1970 bestehende Gebäude wurde im sogenannten Erbbaurecht gebaut. Das Grundstück gehört zehn Eigentümern, das Haus darauf 17 weiteren. Beide Eigentümergruppen sind über einen sogennanten Erbbaurechtsvertrag aneinander gebunden. Dieses Papier ist bis 2017 gültig.