Die Bauarbeiten für die Sedelhöfe laufen auf Hochtouren. Im Frühsommer soll das Einkaufsquartier gegenüber dem Hauptbahnhof eröffnen. Bisher stehen für die insgesamt 18.000 Quadratmeter große Handelsfläche unter anderem folgende Mieter fest: „Edeka“ mit einem Supermarkt und 3300 Quadratmetern, „DM Drogerie“ mit 900 sowie ein „Zalando-Outlet“ über zwei Etagen mit 1200 Quadratmetern. Zudem wird das Sneaker-Geschäft „Snipes“ mit einem Laden vertreten sein.

Wie nun bekannt wurde, geht auch die US-amerikanische Burger-Kette „Five Guys“ mit einem Ableger in den Sedelhöfen an den Start. Das bestätigte eine Sprecherin des Unternehmens.

Sedelhöfe Ulm: „Five Guys“ eröffnet im „Haus eins“

Das Schnellrestaurant wird im  Erdgeschoss von „Haus eins“ – eines von insgesamt vier Gebäuden – untergebracht sein. Wer vom Bahnhof aus kommend die Friedrich-­Ebert-Straße überquert und in Richtung des Einkaufsquartiers läuft, findet die Filiale auf der linken Seite. Der Gastronomie-Betrieb läuft dort auf einer Fläche von 340 Quadratmetern, es gibt zwei Eingänge. In den warmen Monaten wird „Five Guys“ auch eine Außenbewirtung auf dem Albert-Einstein-Platz anbieten. „Mit den Sedelhöfen haben wir einen Standort gefunden, der hervorragend zu uns passt“, teilt Jörg Gilcher, der Deutschladchef des Unternehmens, mit.

Five Guys verwendet jeden Tag frische Zutaten für Burger und Pommes

Im Gegensatz zu anderen Burger-Ketten verwendet Five Guys ausschließlich frische Zutaten, friert also nichts ein. Die Küche ist offen, damit die Kunden sehen können, wie ihr Essen zubereitet wird. Außerdem ist jeden Tag angeschrieben, woher das Fleisch und die Kartoffeln für die Pommes kommen. Diese werden in Erdnussöl frittiert.

Die Kunden können sich ihren Burger bei Five Guys selbst zusammenstellen. Sie können zwischen 15 verschiedenen Burgerbelägen wählen. Dadurch gebe es 250.000 Kombinationen.

Richtfest für die Sedelhöfe Neues Eingangstor zur City

Ulm

Konkurrenz-Situation zwischen „Five Guys“ und „McDonald's“

Die Filiale in Ulm wird der 14. Ableger sein, den „Five Guys“ in der Bundesrepublik betreibt. Der erste wurde vor rund drei Jahren in Frankfurt eröffnet. Lothar Schubert, Firmenchef des Sedelhöfe-Projektentwicklers DC Developments, ist erfreut: „Ich bin überzeugt, dass ,Five Guys‘ mit seinem (...) Konzept sowohl Ulmer als auch Touristen begeistern wird.“

Weniger begeistert dürfte man bei „McDonald’s“ sein. Der Fast-Food-Anbieter wird im „Haus zwei“ der Sedelhöfe auf einer Fläche von 680 Quadratmetern einziehen und seine Burger und Pommes direkt gegenüber dem Konkurrenten „Five Guys“ verkaufen.

Wann genau die Restaurants und Geschäfte in den Sedelhöfen aufmachen, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau fest. Bisher ist lediglich bekannt, dass die Mieter im Frühsommer sukzessive eröffnen werden. Dann soll in den Sedelhöfen der Alltag einkehren. Nur die 112 Wohnungen werden bis dahin noch nicht bezogen sein. DC Developments will mit der Vermietung der insgesamt 6500 Quadratmeter großen Wohnfläche im zweiten Quartal beginnen. Der Einzug der Mieter dürfte anschließend bis Herbst dauern.  

Die Meldung fällt in eine Phase der Umgestaltung der Innenstadt. Im Ulmer Gemeinderat wird aktuell – und wiederkehrend – über die Gestaltung und Entwicklung der Einkaufsstraßen Hirsch- und Bahnhofstraße sowie ihren Nebenstraßen diskutiert.

Five Guys kommt nach Ulm: So reagiert das Netz auf die Nachricht

Nachdem bekannt wurde, dass „Five Guys“ eine Filiale in Ulm eröffnet, ließen die Reaktionen im Netz nicht lange auf sich warten. Auf der Facebook-Seite von swp.de zeigte sich der Großteil der Nutzer erfreut. „Five Guys ist klasse!“, „Da müssen wir hin“ oder „Ein Grund mehr, nach Ulm zu kommen“ ist dort unter anderem zu lesen.

Es gibt aber auch kritische Stimmen: „Man könnte meinen, bisher gibt es keine Burger in der Stadt. Was ist an der Kette, die mal wieder Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor schafft so toll? Besser man unterstützt regionale Anbieter wie Howies, Damn oder Ronnie Biggs“, schrieb ein User.

Neue Restaurants in Ulm: „Hans im Glück“, Mauritius und Orientalisches Steakhouse

Die Meldung, dass „Five Guys“ nach Ulm kommt, steht erneut für eine Veränderung der Gastro-Szene der Stadt. Die deutsche Burgerkette „Hans im Glück“ eröffnet im Sommer am Münsterplatz eine Filiale. Im ehemaligen China-Restaurant im Karlsbau „Dynastie“ wird es bald tropisch zugehen, das Beach-Restaurant „Mauritius“ bringt Inselfeeling in die Stadt. In der Caponniere 4, hinter der Glacis-Galerie, wird es ein orientalisches Steakhouse geben.

Hotel Lindner in den Sedelhöfen, Motel One am Münsterplatz

Doch nicht nur im Bereich der Gastronomie wandelt sich Ulm. In die Sedelhöfe wird ein Hotel Lindner mit Dachterrasse und Restaurant einziehen. Und vor wenigen Wochen wurde nach Recherche der Südwest Presse bekannt, dass Motel One in das ehemalige Abt-Gebäude am Münsterplatz zieht. Auch hier soll nach Wunsch des Besitzers des Gebäudes, Drogerie-König Erwin Müller, weitere Gastronomie entstehen. Details hierzu sind aktuell aber noch nicht bekannt.

Five Guys: Sitz in Amerika, seit 2017 in Deutschland

Five Guys ist in den USA sehr beliebt: Die Amerikaner wählten das Unternehmen im Mai 2017 zu der beliebtesten Burger-Kette. Sogar der ehemalige US-Präsident Barack Obama soll ein Fan sein und gerne seine Burger bei Five Guys essen. Nach Deutschland kam das Unternehmen im Jahr 2017. Damals sollte die erste Five-Guys-Filiale in der Mainmetropole Frankfurt eröffnen.

Five Guys auf Facebook: 1,2 Millionen Follower – aber auch Kritik

Mittlerweile gibt es in Deutschland zwölf Filialen, zwei davon in München (Pasing Arcaden und Riem Arcaden) sowie vor kurzem erst in Stuttgart in der Königstraße. Die meisten Filialen - drei an der Zahl - gibt es in Berlin. Alle Five-Guys-Locations sind auf der Homepage des Unternehmens einzusehen.

Die Facebook-Seite von Five Guys Deutschland hat mittlerweile mehr als 1,2 Millionen Follower. Dort gibt es allerdings auch Kritik: Ein User beklagt (in Bezug auf eine Wiesbadener Filiale) „schlechte Qualität“, eine andere Userin findet das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht gut.

Ein eigenes Urteil können sich die Ulmer und Neu-Ulmer dann demnächst wohl selber erlauben.