Ulm Sedelhöfe bis 2016?

Baustelle der Sedelhöfe.
Baustelle der Sedelhöfe. © Foto: Archiv (Matthias Kessler)
Ulm / HANS-ULI THIERER 26.03.2014
Die Ulmer Stadtspitze hält eine Realisierung der Sedelhöfe bis 2016 immer noch für möglich. Vor der Auslegung des Bebauungsplans mehren sich unterdessen die politischen Bekenntnisse zu diesem Projekt.

"Wenn das Bebauungsplanverfahren einigermaßen glatt läuft, warum nicht?" Mit dieser rhetorischen Frage begegnet der Ulmer OB Ivo Gönner allen Zweiflern, die nicht mehr daran glauben mögen, dass die Einkaufs- und Wohngalerie Sedelhöfe noch bis 2016 fertiggestellt werden kann. Das Projekt ist wegen Streitigkeiten zwischen seinen Verfechtern und Kritikern aus dem Einzelhandel - im Kern geht es um den Zugang und die Verteilung der Fußgängerströme vom Bahnhof her sowie um die Sicherstellung der Erschließung von Sport Sohn - ins Stocken geraten.

Gönner sagte nun auf Anfrage, am 8. April komme der Bebauungsplan in den zuständigen Fachausschuss des Gemeinderats. Der Auslegungsbeschluss gilt als sicher, nachdem sich nach SPD und FWG nun auch die CDU deutlich für die Sedelhöfe im jetzigen Planungsstand ausgesprochen hat (siehe Info-Kasten). Der Oberbürgermeister: Wenn der Bebauungsplan bis Ende 2014 als Satzung beschlossen werden könne ("Erst dann wird an den Investor MAB verkauft"), sei bei gut eineinhalbjähriger Bauzeit ein Fertigstellungstermin bis Ende 2016 noch nicht aus der Welt.

Nach den Worten des Ulmer Finanzbürgermeisters Gunter Czisch, der federführend für die Stadt die Verhandlungen führt, sind in den Bebauungsplan viele Vorstellungen und Wünsche von Sport Sohn eingeflossen. Man sei dem Sportfachgeschäft, das bisher seine Andienung gefährdet gesehen hatte, entgegengekommen. Sport-Sohn-Chef Christoph Holbein: "Die Stadt hat einen von uns eingereichten Vorschlag für die Anlieferung in modifizierter Form als Ausgangspunkt für die Verhandlungen aufgegriffen - das ist positiv. Es gibt aber noch keinen unterschriftsreifen Vertrag." Daran werde gearbeitet. Die Gesprächsatmosphäre nannte Holbein offen, die Arbeitsweise sei zielorientiert. Verhandelt werde über die Anlieferung von Sport Sohn, nicht über die Erschließung der Innenstadt/City-Tor. "Wir haben diese Themen immer strikt von einander getrennt, und das wird auch so bleiben."

"Attraktives neues Stadtleben"
Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel