Knapp 4000 Bücher hat er schon, der Verein Übermorgenwelt, der am Samstag seine "Bibliothek der Fantastik" im Fort Albeck mit einem Tag der offenen Tür eröffnet. Der Name ist Programm, denn diese Bibliothek wird nur Literatur der Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror bieten. Bücher, mit denen der bislang 13-köpfige Verein vor allem junge Leser ansprechen will. Denn diese spannenden Geschichten seien am ehesten geeignet, junge Leute ans Lesen heranzuführen, sagt Wulf Neuschwander, der Vorsitzende des Vereins, der seinen Namen Übermorgenwelt übrigens aus John Brunners Roman "Morgenwelt" entlehnt hat.

Wie ist die Idee für eine eigene Bibliothek entstanden? "Indem sich ein paar Spinner treffen, von so etwas träumen und es dann auch noch realisieren", meint Neuschwander süffisant. Und weil diese Träumer zuhause auch keinen Platz mehr für ihre Bücher haben. Warum sie also nicht für alle zugänglich machen? Neuschwander und seine Mitreiter gründeten einen Verein, suchten nach Räumen und wurden beim Stadtjugendring fündig, der ihnen zwei Räume im Fort Albeck vermietete. In einem stehen die Bücher, im anderen ist ein Treff eingerichtet, in dem man lesen und über Bücher reden kann oder mit anderen Besuchern spielt. Geöffnet ist die Bibliothek vorerst nur montags von 18.30 Uhr an - mit offenem Ende. Lesen und sich einen Überblick verschaffen kann dort jeder, Bücher ausleihen dürfen aber nur Vereinsmitglieder. Und der Verein hat auch eine eigene Sendung beim nichtkommerziellen Radio Free FM: einmal pro Monat mittwochs von 20 bis 22 Uhr.

Info
Die Bibliothek der Fantastik im Fort Albeck präsentiert sich am Samstag, 10 bis 23 Uhr, mit einem Tag der offenen Tür.