Die reduzierte Form des Schwörmontags wirkt sich aus: Die rund 22.000 Schülerinnen und Schüler in Ulm haben am Stadtfeiertag, in diesem Jahr am 20. Juli, Unterricht. Die Idee dazu stammt von den geschäftsführenden  Schulleitern, allen voran  von Schulleiterin Ulrike Mühlbayer-Gässler. Die Stadtspitze hatte bereits im April entschieden, dass es einen Schwörmontag ohne Nabada, ohne Open Airs auf dem Münsterplatz geben wird, aufgrund der Corona-Verordnung der Bundesregierung. Sie untersagt alle Großveranstaltungen bis Ende August.

Onlineübertragung die Schwörrede anschauen

Mühlbayer-Gässler führte in der jüngsten Sitzung des Gesamtelternbeirats Ulmer Schulen aus, übrigens der ersten Online-Sitzung des Forums, dass Schulleiter, der Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czisch wie Bildungsbürgermeisterin Iris Mann vom Vorschlag angetan sind. Wie die Schulen den Tag nutzen werden, bleibt ihnen überlassen. „Es ist so viel ausgefallen, dass normaler Fachunterricht gegeben werden kann“, sagt Mühlbayer-Gässler. Genauso können sich Klassen mit der Historie und Bedeutung des Stadtfeiertags beschäftigen. Das Stadtarchiv und die Stadtbibliothek bereiten dafür unter anderem Angebote vor, die das Bildungsbüro koordiniert. „Was genau alles läuft, wissen wir noch nicht.“ Das steht fest: Es wird die Möglichkeit geben per Onlineübertragung die Schwörrede des OB anzugucken. „Das Angebot eignet sich eher für die Oberstufe“, sagt Mühlbayer-Gässler. Schulkinder werden an diesem Tag betreut und zwar längstens bis 15 Uhr.