Die neuen Corona-Vorgaben der Bundesregierung haben gravierende Auswirkungen auf den Veranstaltungskalender in Ulm und Neu-Ulm. Bis Ende August sind demnach Großveranstaltungen verboten. „Der Schwörmontag findet statt“, sagt OB Gunter Czisch. „Aber in einer anderen Form.“ Nabada, Feste in der Friedrichsau und der Innenstadt werde es nicht geben, „aber daran hat schon vor zwei Wochen niemand mehr geglaubt“.

Schwörmontag 2020: OB Czisch will Schwörrede halten

An der Schwörfeier werde die Stadt festhalten. Der OB will seine Schwörrede auf dem Balkon des Schwörhauses halten und den Eid leisten, „auf jeden Fall vor den Damen und Herren des Gemeinderats“. Wie viele Gäste zudem dabei sein werden auf dem Weinhof, werde man noch entscheiden. Details würden noch geregelt, klar sei aber schon jetzt: „Wir werden die Bürger teilhaben lassen.“ Das sei über moderne Kommunikationsformen gut möglich, wie sich gerade in der zeige.

Der Oberbürgermeister kann den Schwörmontag in seiner veränderten Form durchaus verschmerzen. „Der Schwörmontag wird zurückgeführt auf den Kern seiner identitätsstiftenden Tradition“, sagt Czisch. Sie bekomme ein stärkeres Gewicht und könne dadurch auch wiederentdeckt werden. „Es wird ein ruhigerer und hoffentlich trotzdem schöner Schwörmontag.“

Konzerte von Wincent Weiss und Mark Forster auf dem Münsterplatz fallen aus

Ruhiger wird es auch, weil die fürs Schwörwochenende geplanten Konzerte von Wincent Weiss (17. Juli) und Mark Forster (19. Juli) nun ausfallen. Das Forster-Konzert war mit 11 500 Tickets längst ausverkauft, für Weiss sind gut 6000 Karten verkauft worden. Veranstalter Carlheinz Gern sagt, er arbeite im engen Austausch mit der Stadt an Lösungen. „Ideal wäre es, die Konzerte eins zu eins ins nächste Jahr zu verschieben.“ Allerdings wären 2021 andere Veranstalter an der Reihe – das muss nun geklärt werden.

Neu-Ulmer Stadtfest 2020: Zeichen stehen auf Absage

Beim Neu-Ulmer Stadtfest am 6. Juni geht die Tendenz ebenfalls in Richtung Absage, meint Fachbereichsleiter Anton Bullinger. Die konkreten Regelungen werden jedoch von den Ländern getroffen. Vor einer endgültigen Entscheidung werde deshalb abgewartet, was der Freistaat beschließt. Gleiches gelte auch für den Kunsthandwerkermarkt und den verkaufsoffenen Sonntag (2./3. Mai). Der Markt könnte zwar organisiert werden wie ein Wochenmarkt, mit Abstandsregelungen und Beschränkungen. Die Stadt will aber abwarten, was die bayerische Staatsregierung vorgibt. Alle anderen städtischen Veranstaltungen bis 14. Juni waren in Neu-Ulm bereits abgesagt.

Open-Airs im Wiblinger Klosterhof und im Wiley fallen ebenfalls aus

Nicht stattfinden wird auch das Open-Air im Neu-Ulmer Wiley Sportpark. Dort sollten die legendären Beach Boys (25. Juni) und Superstar Sting (27. Juni) auftreten. Veranstalter Gern geht davon aus, dass das Sting-Konzert, für das 8000 Tickets verkauft wurden, sich auf 2021 verschieben lässt. Für die Beach Boys erhoffe er sich die gleiche Lösung. Auch das Open Air im Wiblinger Klosterhof wird nicht stattfinden. Dort sollten Ende Juli gleich an fünf Abenden namhafte Künstler auftreten: Weltstar Tom Jones (22. Juli), Kool & the Gang (23. Juli), Ben Zucker (24. Juli), Xavier Naidoo (25. Juli) und Sarah Connor (26. Juli).

Beratungen zum Ulmer Zelt 2020

Am Donnerstag hat das Team des  Ulmer Zelts sich getroffen um zu beraten, was aus der Spielzeit 2020 wird. Die Veranstalter wollen nach diesem Termin nun aber noch abwarten, welche Details in der Landesverordnung stehen. Diese Verordnung sollte am Freitag herausgegeben werden. Teile des Programm des Ulmer Zelts standen eigentlich schon fest.

Landesposaunentag auf 2021 verschoben


Verlegungen Am 27./28 Juni sollte der 48. Landesposaunentag in Ulm auf dem Münsterplatz stattfinden. Er wird auf den 3./4. Juli 2021 verschoben. Die Goldene Konfirmation am 19. April wurde auch verschoben: Das Jubiläum der Jahrgänge 1970 und 1971 wird am 11. April 2021 gefeiert.